Überflutungen durch Starkregen können weitab von Gewässern, sogar in Hügellagen auftreten. Es handelt sich zumeist um lokal begrenzte Ereignisse, wenn sehr starke Niederschläge oberflächlich abfließen. Starkregenereignisse, die die Kapazität der Kanalisation überfordern, sind in der jüngeren Vergangenheit auch in Deutschland aufgetreten. Als Träger der Entwässerungsinfrastruktur stellen sich die Fachplaner der Stadt Neckarsulm auf eine Zunahme der Häufigkeit ein. Der allgemeine Temperaturanstieg in der Atmosphäre führt zu erhöhter Luftfeuchtigkeit und kann so die Niederschlagsmengen deutlich steigern. Zusätzlich wird durch Flächenversiegelung und verminderte Rückhaltung von Niederschlägen in der Fläche die Abflusswirksamkeit erhöht und so die Gefahr von Starkregen-Überflutungen gesteigert.

Zur Sicherung von Siedlungsgebieten unterhält die Stadt Neckarsulm eine Reihe von Regenrückhaltebecken und prüft, ob weitere erforderlich werden. So sind westlich der Obereisesheimer Ortslage drei Sperrdämme errichtet, die Oberflächenabfluss auffangen und nur gedrosselt in die Entwässerungskanäle abgeben sollen. Fünf weitere Becken sind am Scheuerberg errichtet, um auch dort ein Auffangen und das Drosseln der Abflüsse aus den Weinbergen zu ermöglichen.

Die Stadt Neckarsulm untersucht für Starkregenereignisse, die deutlich über die 5-Jährlichkeit hinausgehen, die Risiken für Gebiete und einzelne Gebäude. Die Ergebnisse werden jedem Interessierten und Betroffenen zur Verfügung gestellt. Das Land (Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg) plant die Bereitstellung ab Mitte 2023.

Die Fachingenieure aus dem Tiefbauamt beraten Sie hierzu auch gerne.