Gemeinderat beschließt Maßnahme zur Klimafolgenanpassung
Der Vorplatz des SE-Zentrums am Christian-Schmidt-Platz in Neckarsulm wird in großen Teilen entsiegelt, neugestaltet und begrünt. Der Gemeinderat stimmte dieser Maßnahme zur Klimafolgenanpassung im Grundsatz mehrheitlich zu und beauftragte das Landschaftsarchitekturbüro Biegert aus Bad Friedrichshall mit der weiteren Planung. Die Kosten für die Umgestaltung betragen etwa 500.000 Euro. Ob die Stadt Fördermittel aus Klimaschutzprogrammen beantragen kann, wird geprüft.
Der Vorplatz am SE-Zentrum ist ein markanter Hitze-Hotspot in der Kernstadt und wurde bereits im städtischen Klimafolgen-Anpassungskonzept ausdrücklich als potenzielle Fläche zur Entsiegelung benannt.
Jetzt bietet sich die Chance zur Umgestaltung: Der Platz wird aktuell von der Deutschen Bahn als Baustellenfläche für den Neubau der Eisenbahnbrücke über die Felix-Wankel-Straße genutzt. Nach Abschluss dieser Sanierungsmaßnahme muss die Deutsche Bahn den Platz auf eigene Kosten wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen. Statt die Fläche erneut fast vollständig zu versiegeln, lässt die DB auf Wunsch der Stadt die geplanten neuen Pflanzflächen aus. Sie orientieren sich an den bestehenden Rad- und Fußwegeverbindungen und fassen das SE-Zentrum künftig ringförmig an drei Seiten ein.
Weil sich im Untergrund sehr viele Leitungstrassen befinden, werden die Pflanzflächen in Form von Hochbeeten angelegt und mit Bäumen und Ziergehölzen neu bepflanzt. Sitzflächen aus Holz werden in die Hochbeete integriert und schaffen so eine neue Aufenthaltsqualität für Passanten und die Beschäftigten vor Ort.
Der Neubau der Eisenbahnbrücke und die anschließenden Instandsetzungsarbeiten im Straßenraum sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Stadt kann dann 2027 mit der Neugestaltung des Vorplatzes beginnen. (snp)
