Bereits von den Römern mit an den Rhein gebracht, wurde die Rotweinsorte Mitte des 17. Jahrhunderts auch am Neckar heimisch.
Mittlerweile wird der Trollinger in Deutschland (fast) ausschließlich in Württemberg angebaut. Hier ist er die meist verbreitete Rotweinsorte und quasi zum Nationalgetränk Württembergs geworden.
Merkmale
- Offene , weißwollig behaarte Triebspitzen. Spitze leicht rötlich gefärbt.
- Jungblätter hellgrün mit bronzefarbenen Rändern sind nur netzartig behaart.
- Blätter relativ dick und fünflappig mit mitteltiefen Buchten. Blattstumpf ist gezahnt und relativ eng gesetzt. Die Blattoberfläche ist blasig derb.
- Die Traube ist lockerbeerig, mittelgroß und walzenförmig angelegt. Die Beeren sind blauschwarz und groß, die Haut dünn.
Aussehen
Verwandschaft auf dem Scheuerberg
Eltern: unbekannt
Kinder des Trollingers am Scheuerberg:
Kerner
Muskattrollinger
Helfensteiner
Verwendung
Rotwein und Tafeltraube (Als Tafeltraube unter den Namen Black Hamburg). Eignung als Tafeltraube nur eingeschränkt.
Anbaugebiete
Kultiviert wird der Trollinger, als Vernatsch oder Schiava vor allem im Südtirol, Venetien und der Lombardei. In Italien wird hier zwischen Edel-, Grau-, und Großvernatsch unterschieden, wobei von vielen Ampelographen (Ampelographie = Rebsortenkunde, griech. ampelos = Weinstock) der württembergischen Trollinger zu den Großvernatsch gezählt wird - der geringsten Qualitätsstufe.
Synonyme
Blauer Trollinger, Vernatsch, Schiava



