Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Landkreis, Wirtschaft, Arbeitnehmervertretung, Gewerkschaft und Wirtschaftsförderung im Austausch mit Gitta Connemann

Foto: Tom Peschel
Gitta Connemann, Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion. (Foto: Tom Peschel) 

Der Audi-Standort ist für Neckarsulm, Heilbronn und die gesamte Region von herausragender Bedeutung. Es geht nicht nur um Arbeitsplätze im Werk, sondern um Familien, Zulieferer, Handwerk, Dienstleister, kommunale Finanzen und die industrielle Zukunftsfähigkeit der ganzen Region. Das haben Vertreterinnen und Vertreter aus dem Wirtschaftsraum Heilbronn in einem vertrauensvollen Gespräch mit Gitta Connemann deutlich gemacht. Die Bundestagsabgeordnete ist Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.

Gitta Connemann zeigte Verständnis für die Sorgen der Region und verwies auf die große Bedeutung der Automobilindustrie und des industriellen Mittelstands für Deutschland. Zugleich machte sie deutlich, dass tragfähige Lösungen nur im Zusammenspiel von Unternehmen, Arbeitnehmervertretungen, Sozialpartnern, Ländern, Bund und europäischer Ebene entstehen können. Die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland müsse durch strukturelle Entlastungen, weniger Bürokratie, verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke europäische Industriepolitik verbessert werden. „Die Region Neckarsulm/Heilbronn wird die weitere Entwicklung sehr aufmerksam begleiten und ihre Interessen auf allen politischen Ebenen einbringen“, betonte der Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig, der das Gespräch moderierte.  „Wir wollen frühzeitig den Schulterschluss suchen – mit Betriebsrat, Unternehmen, Gewerkschaft, Landkreis, Stadt Heilbronn, Wirtschaftsförderung, Land und Bund.“

An dem Gespräch nahmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Neckarsulm, der Stadt Heilbronn, des Landkreises Heilbronn, der Audi AG, der Arbeitnehmervertretung, der IG Metall sowie der regionalen Wirtschaft teil.

Im Mittelpunkt standen die Sorgen der Beschäftigten, die Bedeutung des Audi-Standorts Neckarsulm/Heilbronn für die Region sowie mögliche Auswirkungen auf Zulieferer, Mittelstand, Kommunen und die regionale Wertschöpfung.

Auch die regionale Arbeitnehmerseite unterstrich die besondere Belastung für die Beschäftigten. Die aktuelle Unsicherheit löse erhebliche Sorgen aus. Entscheidend seien Transparenz, verlässliche Perspektiven und eine Lösung, die die betroffenen Standorte nicht gegeneinander ausspiele.

Im Gespräch wurde zugleich deutlich, dass die Herausforderungen der Automobilindustrie nicht allein regional gelöst werden können. Angesprochen wurden unter anderem internationale Wettbewerbsbedingungen, Energie- und Standortkosten, Bürokratie, europäische Regulierungen, Technologieoffenheit sowie die Transformation hin zu Elektromobilität, Software und neuen Geschäftsmodellen.

Die Region will den Dialog mit den zuständigen Akteuren auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene fortsetzen. Ziel ist es, frühzeitig politische Gesprächskanäle zu nutzen, Standort- und Beschäftigungsfragen sichtbar zu machen und gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen der industriellen Transformation einzutreten.

Ergänzungen zum Hintergrund:

Am Audi-Standort in Neckarsulm und dessen Logistik- und Produktionszweigstelle in Heilbronn sind aktuell rund 15.500 Menschen beschäftigt. Im Zuge der Neuausrichtung des Volkswagen-Konzerns steht die Zukunft des Standorts zur Diskussion.