OB Steffen Hertwig: „Sie bleiben ein Vorbild an Menschlichkeit“

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OB Steffen Hertwig (li.) gratuliert Pfarrer Helmut Kappes zum 60. Priesterjubiläum. (Foto: privat)

Seit 60 Jahren setzt sich der katholische Pfarrer Helmut Kappes für Hoffnung und Nähe ein und praktiziert gelebte Nächstenliebe. Den 60. Jahrestag seiner Priesterweihe feierte Helmut Kappes am 9. Juli im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der Kirche Sankt Johannes. In diesem Rahmen gratulierte Oberbürgermeister Steffen Hertwig dem engagierten Seelsorger im Namen des Gemeinderates, der Bürgerschaft und persönlich zum Diamantenen Priesterjubiläum. „Sie bleiben ein fester Teil unserer Stadtgeschichte und ein Vorbild an Mitmenschlichkeit.“

In seinem Priesterleben hat Helmut Kappes vor allem in Neckarsulm tiefe Spuren hinterlassen. 39 Jahre lang wirkte er als Pfarrer im Wohngebiet Neuberg. Als er seinen seelsorgerischen Dienst im August 1972 antrat, fand er eine große Baustelle vor. Auch nach der feierlichen Weihe der Kirche Sankt Johannes blieb Helmut Kappes als „Bauherr“ aktiv. „Weit über die Steine hinaus haben Sie das lebendige Gemeindeleben aufgebaut“, bekräftigte Steffen Hertwig. „Ihr Schaffen war von Anfang an von einer tiefen, vom Konzil geprägten Offenheit geleitet.“

Ob in der Kinder- und Jugendarbeit, bei den Senioren oder im ökumenischen Miteinander – mit seiner Authentizität und seiner menschlichen Nahbarkeit habe Helmut Kappes die Menschen begeistert. „Sie haben nie zuerst auf Strukturen oder Vorschriften geschaut, sondern auf die Menschen“, urteilte Steffen Hertwig. „Sie haben Brücken gebaut, statt Gräben zu vertiefen und Gemeinschaft gestiftet, wo andere Unterschiede betont haben.“ Mit gelebter Solidarität habe der Priesterjubilar Brücken bis nach Indien, Südamerika und Afrika geschlagen. Vor allem die Kontakte mit Glaubensbrüdern in Nigeria waren eng und nachhaltig.

Auch nach seiner aktiven Zeit als Gemeindepfarrer blieb Helmut Kappes weiter in der Seelsorge tätig. „Weil für Sie der Glaube kein sterbendes Amt ist, sondern ein Feuer, das in den Herzen brennen muss“, stellte Steffen Hertwig fest. Gerade angesichts des aktuellen Wandels in Kirche und Gesellschaft komme es auf Menschen an, „die den Glauben nicht nur verkünden, sondern vorleben“. So zeigte sich Steffen Hertwig überzeugt: „Wenn es mehr Seelsorger Ihres Schlages gäbe, dann hätte es die Kirche heute an vielen Stellen leichter.“ (snp)