Geschützter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche wertet Sportachse zusätzlich auf
Die Sportachse Pichterich in Neckarsulm verfügt über ein neues Highlight, das die Sportinfrastruktur zusätzlich aufwertet. Nach rund neun Monaten Bauzeit wurde die überdachte Freilufthalle auf dem früheren Festplatz Pichterich eingeweiht. Oberbürgermeister Steffen Hertwig und Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel gaben die fast 1200 Quadratmeter große Spielfläche offiziell zur Benutzung frei. Die neue barrierefreie Sport- und Bewegungsfläche richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, ist zu jeder Jahreszeit geöffnet und frei zugänglich. „Hier kann man sich treffen, austoben und gemeinsam aktiv sein – und das alles bei Wind und Wetter“, bekräftigte Dr. Suzanne Mösel. OB Steffen Hertwig bestätigte: „Unsere neue Freilufthalle kann sich wirklich sehen lassen.“
Die an allen vier Seiten offene Halle dient als wetterunabhängiger Treffpunkt und bietet einen geschützten Raum für Freizeit, Begegnung und gemeinsame Aktionen. Das Spielfeld verfügt über zwei Fußballtore, zwei Basketballkörbe und einen linierten Tartan-Bodenbelag als Fallschutz. Die in Holzbauweise errichtete Konstruktion besteht aus robusten, segmentierten Textilmembranen, die in der gleichen Art für das Dach des Berliner Olympiastadions verwendet wurden. Die Spielfläche ist um 60 Zentimeter abgesenkt, so dass auf ein Geländer verzichtet werden konnte. Die abgesenkten Stufen dienen zugleich als Sitzfläche. „Die Halle wirkt hell, leicht und luftig – genau so, wie wir uns einen modernen Bewegungsraum im Freien vorstellen“, urteilte Dr. Suzanne Mösel.
Das Dach schützt im Sommer vor Hitze und im Herbst vor Niederschlag und Nieselregen. „Die Halle kann bei jedem Wetter genutzt werden und steht damit sinnbildlich für Neckarsulm als Stadt voller Leben und Bewegung“, erklärte Steffen Hertwig.
Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel hob besonders die Holzbauweise hervor. Die Stadt habe sich bewusst gegen Stahl und für eine Holzkonstruktion entschieden: „Das ist ein klares Signal. Wir wollen unseren CO2-Fußabdruck reduzieren und den Weg hin zu einer klimaneutralen Verwaltung konsequent weitergehen.“ Die Freilufthalle habe nicht nur technisch und gestalterisch einiges zu bieten. „Mit dem überdachten Bolzplatz ist uns ein echtes Musterbeispiel dafür gelungen, wie wir als Stadt konkret auf die Folgen des Klimawandels reagieren“, verdeutlichte Dr. Suzanne Mösel.
Die Baukosten betragen laut Haushaltsplan 1,2 Millionen Euro. Davon entfällt der größte Kostenanteil auf die Fundamentierung, den eigentlichen Bolzplatz und die Gestaltung der Außenanlagen. Dieser Kostenansatz wird nach Auskunft der Bürgermeisterin voraussichtlich leicht unterschritten.
Auch bei der Beleuchtung hat die Stadt auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Hallenbeleuchtung verwendet moderne, umweltfreundliche LED-Technik, ist ballwurfsicher und wird über eine Zeitschaltuhr mit Präsenzmelder gesteuert.
Zum Abschluss der kleinen Einweihungsfeier appellierte OB Hertwig an die Nutzerinnen und Nutzer, die neue Halle pfleglich zu behandeln. „Lasst uns alle gemeinsam dafür sorgen, dass dieses Glanzstück gut gepflegt wird, damit man sich möglichst lange daran erfreuen kann“. (snp)