Stadt informiert über gesundheitliche Auswirkungen und gibt praktische Tipps
Der Sommer wird heißer. Was lange abstrakt wirkte, spüren Neckarsulmer Bürgerinnen und Bürger jetzt konkret: längere Hitzeperioden, intensivere Sonneneinstrahlung, heiße Tage ohne Abkühlung. Der globale Klimawandel hat lokale Folgen – auch für Neckarsulm. Besonders betroffen sind dicht bebaute Bereiche wie die Kernstadt, Gewerbegebiete und Wohnquartiere. Diese heizen sich tagsüber stärker auf als das Umland und kühlen nachts kaum ab.
Die zunehmende Hitzebelastung durch den Klimawandel stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen – beispielsweise Schwangere, Säuglinge, Kleinkinder und Senioren – leiden unter der Belastung.
Ein neuer „Hitzeknigge“ der Stadt Neckarsulm, eine Informationsbroschüre des Umweltbundesamts, ergänzt um lokale Informationen der Stadt Neckarsulm informiert zu Risikogruppen, gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und praktischen Verhaltenstipps. „Mit dem Hitzeknigge möchten wir Bürgerinnen und Bürger für die gesundheitlichen Risiken durch Hitze sensibilisieren und dabei unterstützen, sich und andere durch einfache und wirksame Maßnahmen besser zu schützen“, sagt Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel. In der Broschüre sind auch kühle und schattige Orte in Neckarsulm zu finden. Der Hitzeknigge steht digital auf der Webseite der Stadt unter www.neckarsulm.de/klimaanpassung zum Download zur Verfügung. Druckexemplare liegen in Kürze im Rathaus und städtischen Einrichtungen aus.
Um der zunehmenden Hitzebelastung in Neckarsulm zu begegnen, hat die Stadt bereits 2022 eine Stadtklimaanalyse durchführen lassen und ein darauf aufbauendes Klimafolgen-Anpassungskonzept entwickelt. Das Klimafolgen-Anpassungskonzept zeigt konkrete, räumlich verortete Maßnahmen zur Hitzeminderung auf: mehr Begrünung, Entsiegelung von Plätzen, Wasserelemente, Begrünung von Gebäudedächern und -fassaden sowie bessere Verschattung von Straßen und öffentlichen Räumen. An der Umsetzung dieser Maßnahmen arbeitet die Stadt kontinuierlich.
„Mit der Erweiterung und Neugestaltung des Stadtparks haben wir eine wichtige Entlastungsfläche im Bereich der Kernstadt ausgebaut, die zur Erholung bei Hitze für Bürgerinnen und Bürger bereitsteht. Darüber hinaus haben wir viele der häufig frequentierten Aufenthaltsorte, zum Beispiel an Schulen und Kindertagesstätten mit Sonnensegeln ausgestattet“, so Dr. Suzanne Mösel.
In diesem Jahr beginnt die Stadt mit der Begrünung städtischer Fassaden. „Fassadebegrünungen verbessern nicht nur Stadtklima und Stadtluft, sie wirken sich auch positiv auf die Biodiversität und das Stadtbild aus.“ An der Wilhelm-Maier-Schule in Obereisesheim und an der Städtischen Musikschule sind Fassadenbegrünungen geplant. (Stabsstelle Klimaschutz)
