„Allianz für AUDI Neckarsulm“ bündelt Kräfte in der Region
Die Schließung des Audi-Standorts Neckarsulm ist vorerst abgewendet: Der Beschluss des Aufsichtsrats von Volkswagen am gestrigen Donnerstag ist ein wichtiges Signal für den Standort Neckarsulm. Konkret bedeutet er: Der Standort erhält bis zum 30. Juni 2027 Zeit, ein nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Produktionskonzept zu entwickeln. Dieses Konzept soll es möglich zu machen, dass auch in der Zukunft Fahrzeuge in Neckarsulm vom Band rollen. Damit ist eine wichtige Grundlage geschaffen, um eine langfristige Perspektive für Neckarsulm zu erarbeiten.
„Der Auftrag des Aufsichtsrats ist klar: Vorstand und Werkleitung müssen gemeinsam mit allen Beteiligten alles daransetzen, dem Standort eine Zukunft zu ermöglichen“, erklärt Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig.
Gleichzeitig sei es wichtig, den Beschluss realistisch einzuordnen: Eine endgültige Sicherheit für die Zukunft des Standorts gibt es noch nicht. Die nun gewonnene Zeit wird vom VW-Vorstand auch dafür genutzt, ergänzende und alternative Verwendungsmöglichkeiten zu prüfen.
„Der gestrige Beschluss ist deshalb kein Grund, sich zurückzulehnen. Er ist vielmehr ein klarer Auftrag, jetzt gemeinsam zu handeln. Wir müssen diese Chance nutzen und alles dafür tun, die Perspektive für den Standort zu schaffen und dauerhaft zu sichern“, betont Hertwig. Er fordert den VW-Vorstand dazu auf, möglichst transparent vorzugehen, um die widersprüchliche und für alle Betroffenen belastende Kommunikation der vergangenen Monate zu verbessern.
„Allianz für AUDI Neckarsulm“ bündelt Kräfte in der Region
Wie bereits angekündigt, hat Steffen Hertwig die „Allianz für AUDI Neckarsulm“ ins Leben gerufen. Das Netzwerk bringt Entscheiderinnen und Entscheider aus Wirtschaft, Banken, Politik und Verbänden zusammen. Als überparteiliche und sozialpartnerschaftliche Plattform soll die Allianz die Kräfte in der Region bündeln, konkrete Perspektiven für den Standort entwickeln und die Interessen von AUDI Neckarsulm mit einer starken gemeinsamen Stimme vertreten. „Gerade jetzt kommt es darauf an, dass wir nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten. Die Allianz soll ein Ort sein, an dem Verantwortung zusammenkommt, konkrete Lösungen entwickelt werden und wir geschlossen für die Zukunft des Standorts eintreten.“
Für bessere Rahmenbedingungen der Automobilindustrie
Darüber hinaus wird sich Steffen Hertwig auch künftig intensiv auf verschiedenen politischen Ebenen für bessere Rahmenbedingungen für die Automobilproduktion in Deutschland einsetzen. Dies betrifft die Landes-, Bundes- und europäische Ebene.
„Die Zukunft von Neckarsulm hängt nicht allein von den Entscheidungen am Standort ab. Wir brauchen auch in Deutschland und Europa Rahmenbedingungen, unter denen wettbewerbsfähige Automobilproduktion langfristig möglich ist. Dafür werde ich mich weiterhin mit Nachdruck einsetzen.“
Der Beschluss des Aufsichtsrats sei damit vor allem eines: eine Chance, die jetzt gemeinsam genutzt werden müsse. Ziel müsse es sein, innerhalb der gesetzten Frist ein überzeugendes, nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Konzept zu entwickeln und damit die Grundlage für eine Zukunft des Standorts Neckarsulm über 2034 hinaus zu schaffen. (snp)
