Stadt plant stationäre Poller als dauerhaften Zufahrtsschutz für die Fußgängerzone

Foto: Citymanagement
Ab sofort werden auch die Neckarsulmer Stadtteilfeste wie hier das Neckarsulmer Weindorf mit mobilen Fahrzeugsperren geschützt. (Foto: Citymanagement)     

Zum Schutz von Festveranstaltungen in der Innenstadt setzt die Stadt Neckarsulm bereits seit 2025 mobile Fahrzeugsperren ein. Sie sollen verhindern, dass Fahrzeuge vorsätzlich, widerrechtlich oder versehentlich zum Beispiel in Folge eines Unfalls in das Festareal eindringen. Zuletzt kamen die mobilen Sperren beim Neckarsulmer Weindorf auf dem Marktplatz zum Einsatz. Auch das Ganzhornfest auf dem Schlossplatz wird so geschützt. Jetzt wird dieser Zufahrtsschutz auch auf die Stadtteilfeste ausgeweitet.

Beim Eberwinfest in Obereisesheim (4. bis 6. Juli), dem Amorbacher Sommerfest (10. bis 12. Juli) und dem Dahenfelder Dorffest (18. bis 20. Juli) blockieren mobile Sperren die Zufahrten zum Festgelände. Die Sperren können teilweise umgeklappt werden, so dass die Zufahrt für Rettungs-, Feuerwehr- und sonstige Einsatzfahrzeuge gewährleistet bleibt.

Schutzkonzepte werden individuell auf die Stadtteilfeste zugeschnitten 

Für die Stadtteilfeste werden individuelle Schutzkonzepte erarbeitet. Der Zufahrtsschutz wird jeweils an die Gegebenheiten vor Ort und die spezifischen Anforderungen der einzelnen Veranstaltungen angepasst. Ziel ist es, ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Einschränkungen möglichst gering zu halten. An den Planungen beteiligt sind die Ortsvorsteher Andreas Gastgeb für Obereisesheim und Amorbach sowie Stefan Erlewein für Dahenfeld. Federführend ist das Ingenieurbüro SIKO.team aus Neuenstadt unter der Leitung von Geschäftsführer Robin Bauer. Koordiniert werden die Planungen von dem städtischen Citymanager Daniel Bürkle.

„Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher hat für uns höchste Priorität“, betont Oberbürgermeister Steffen Hertwig. „Unsere Ortsteilfeste sind wichtige Treffpunkte des sozialen Lebens und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit den Maßnahmen zum Zufahrtsschutz will die Stadt gewährleisten, dass die Einwohnerinnen und Einwohner sicher und unbeschwert gemeinsam feiern können.“

Mobile Sperrelemente haben sich bewährt

Bei Veranstaltungen wie dem Ganzhornfest, dem Weindorf oder dem Neckarsulmer Adventszauber haben sich die mobilen Sperrelemente bewährt, wie Citymanager Daniel Bürkle berichtet. „Bei den Veranstaltungen in der Innenstadt haben wir mit mobilen Zufahrtsschutzlösungen gute Erfahrungen gemacht. Allerdings müssen wir feststellen, dass die Kosten für die Anmietung entsprechender Systeme kontinuierlich steigen.“ Auch für die drei kommenden Stadtteilfeste werden die erforderlichen Schutzelemente in diesem Jahr angemietet. Die Kosten betragen für alle drei Feste insgesamt rund 45.000 Euro brutto und werden aus den Haushaltsmitteln des Stadtmarketings finanziert.

„Angesichts der hohen, wiederkehrenden Kosten planen wir ein Sicherheitssystem, dass den Zufahrtsschutz in der Innenstadt wirksam und dauerhaft ermöglicht“, so Daniel Bürkle. „Denkbar sind stationäre, versenkbare Poller an den drei Zufahren zur Fußgängerzone. Die Anforderungen an die Sicherheit öffentlicher Veranstaltungen sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Auch vor diesem Hintergrund lohnt es sich, über einen stationären Zufahrtsschutz nachzudenken.“   

Über das weitere Vorgehen beim stationären Zufahrtsschutz in der Innenstadt und den mobilen Fahrzeugsperren bei den Stadtteilfesten werden der Bauausschuss und der Gemeinderat in den kommenden Sitzungen im Juli beraten beziehungsweise entscheiden. Dabei werden auch die Ergebnisse der bisherigen Planungen bewertet. (snp)