Stadt feiert Richtfest beim Neubau der Kita Pichterich 80
Beim Neubau der Kita Pichterich 80 hat die Stadt Neckarsulm einen wichtigen Meilenstein in Rekordzeit erreicht. Nach dem Baustart im Februar 2026 konnte die Stadt jetzt gemeinsam mit Mitgliedern des Gemeinderates und Vertretern der Baufirmen das Richtfest auf der Baustelle in der Pichterichstraße 80 feiern. Bereits im Oktober kann das eingeschossige Gebäude, das in nachhaltiger Holzrahmen-Bauweise errichtet wird, den künftigen Nutzerinnen und Nutzern übergeben werden. „Das sind nur neun Monate Bauzeit“, unterstrich Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel. „Das geht ratzfatz, würde ich sagen.“
Der Neubau ersetzt die alte Containeranlage, die ursprünglich am gleichen Standort als befristetes Provisorium errichtet wurde und zehn Jahre lang in Betrieb war. Der mittlerweile mangelhafte Altbau wurde im Januar 2026 abgebrochen. Die neue Kita bietet auf einer Gesamtfläche von 1265 Quadratmetern Platz für insgesamt 64 Kinder. Diese verteilen sich auf zwei Gruppen für Kinder über drei Jahre und zwei Krippengruppen. Das Gebäude umfasst einen Bruttorauminhalt von 4500 Kubikmetern.
„Hier entsteht ein Ort des Lernens, des Lachens, des Spielens und der Geborgenheit“, betonte Dr. Suzanne Mösel. „Ein Haus, in dem Kinder ihre ersten Freundschaften schließen, ihre Neugier entdecken und jeden Tag ein Stück größer werden.“
Dr. Suzanne Mösel: „Diese Kita steht für Zukunft und Verantwortung“
Für den Neubau werden Holzmodule verwendet, die im Werk mit höchster Präzision vorgefertigt werden. Die Außenwände sowie die tragenden und aussteifenden Innenwände werden in Holzrahmen-Bauweise errichtet. Die Dachkonstruktion besteht aus Brettsperrholz. Diese Holzbauweise verwende nicht nur einen „natürlichen und warmen Baustoff“, sondern ermögliche auch „einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen“, versicherte die Baubürgermeisterin. „Diese Kita aus Holz steht für Nachhaltigkeit, Zukunft und Verantwortung.“
Mit dieser Bauweise erfüllt das Gebäude die Vorgaben für ein Effizienzhaus 40 nach dem Gebäudeenergiegesetz. Diesem hochgradig effizienten Gebäudestandard entsprechend erhält die Stadt für den Neubau der Kita Pichterich 80 Fördermittel aus dem staatlichen Förderprogramm für klimafreundliche Neubauten von Nichtwohngebäuden. Ein Retentionsdach mit extensiver Begrünung und Photovoltaikanlage verbessert die Energieeffizienz zusätzlich. Beheizt wird die Kita über einen Fernwärmeanschluss und eine Fußbodenheizung.
Pünktlich zum Richtfest wurden die letzten Holzmodule per Kran eingehoben und eingebaut. Insgesamt werden 300 Kubikmeter Holz verarbeitet. Auf diese Weise bindet das Bauwerk in den Holzwänden 300 Tonnen CO2. Für die gesamte Montage- und Logistikleistung zollte Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel dem Generalunternehmen, der Wilhelm Nusser GmbH Systembau aus Winnenden, höchsten Respekt.
Richtbaum soll Glück bringen
Der Geschäftsführende Gesellschafter Wilhelm Nusser bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit. Den Richtspruch sprach der Fertigungsleiter der Firma Nusser, Mirko Mahrla. Auch bei dieser traditionellen Zeremonie wurde deutlich, dass die neue Kita kein gewöhnliches Gebäude ist. Weil der Neubau nicht über einen Dachstuhl verfügt, symbolisierte ein Richtbaum anstelle eines Richtkranzes den Abschluss der Rohbauarbeiten. „Er soll dem neu erbauten Haus und seinen zukünftigen Bewohnern Glück, Schutz vor Unheil und eine stabile Zukunft bringen“, erklärte Dr. Suzanne Mösel. (snp)