Beteiligungsplattform bietet Bürgern vielfältige Möglichkeiten zum Mitgestalten

Stadt Neckarsulm

Bürgerinnen und Bürger in Neckarsulm werden künftig intensiver beteiligt und stärker in Entscheidungsprozesse der Verwaltung eingebunden. Zu diesem Zweck startet die Stadt Ende März die digitale Beteiligungsplattform „go vocal“. „Wir wollen damit die Kommunikation mit den Bürgern deutlich verbessern und effektiver gestalten“, erklärte Oberbürgermeister Steffen Hertwig bei der Vorstellung des Projekts im Gemeinderat. „Mit der digitalen Beteiligung können wir mehr Bürger erreichen, Missverständnissen vorbeugen und das Handeln von Verwaltung und Politik transparenter machen.“

Die digitale Plattform „go vocal“ bietet im Vergleich zu herkömmlichen Beteiligungsformaten eine wesentlich größere Reichweite und umfassendere Teilhabe. Bürger können ihre Ideen und Anregungen zu bestimmten Projekten direkt einbringen oder selbst Projekte vorschlagen. Dank der klar strukturierten Datenbasis kann die Verwaltung die Vorschläge schneller einordnen und auswerten, vorgeschlagene Projekte zur Diskussion stellen oder auch begründen, warum bestimmte Ideen nicht umsetzbar sind. „Wir binden die Bürger als lokale Experten ein und lassen sie mit ihrem Wissen zu Wort kommen“, beschreibt Dr. Michael Walter, Leiter des Oberbürgermeisterbüros, das Ziel. Finden vorgeschlagene Projekte, die grundsätzlich machbar sind, genügend Fürsprecher, werden sie von der Verwaltung priorisiert und schrittweise umgesetzt.       

Neben der Beteiligung bietet die Plattform „go vocal“ noch weitere Möglichkeiten zum Mitwirken und Mitgestalten. Nutzer können sich zum Beispiel über den aktuellen Stand von Bauprojekten oder Bebauungsplanverfahren informieren oder über bestimmte Vorhaben wie zum Beispiel Namensgebungen oder Logo-Entwürfe abstimmen. Auch Umfragen zu ausgewählten Themen oder Fragen gehören zum Methodenbaukasten. Wiederkehrende Umfragen zu den gleichen Themen bieten die Möglichkeit, den „Gemeinschaftspuls“ zu fühlen und neue Trends schnell zu erkennen.   

Die Beteiligungsplattform ist als Webanwendung oder mobile App nutzbar und wird zunächst testweise für ein Jahr erprobt. Um „go vocal“ bekannt zu machen und den Bürgern die Möglichkeit zu geben, das neue Online-Tool kennenzulernen, startet die Plattform Ende März mit ersten Themen. Dann geht es um die Weiterentwicklung des Wochenmarkts, eine Multifunktionshütte der Vereine auf dem Marktplatz, das geplante Sanierungsgebiet Viktorshöhe um den Themenbereich Klimaschutz/Klimamanagement. Über die Webadresse, den Zugang und die Funktionsweise wird die Stadt rechtzeitig informieren. (snp)