Daseinsvorsorge in Neckarsulm ist laut Institut der Deutschen Wirtschaft „sehr gut“
Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat im „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge 2026“ untersucht, wie gut die 10.817 Kommunen in Deutschland in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digitales und Freizeit versorgt sind. Das Ergebnis: Die Stadt Neckarsulm ist die am besten versorgte Kommune im Landkreis Heilbronn. Im Ranking erreicht Neckarsulm den 165. Rang und liegt damit knapp vor Bad Friedrichshall auf Platz 167. Auch im landesweiten Vergleich rangiert die Große Kreisstadt vor Großstädten wie Göppingen (166), Esslingen am Neckar (193), Lindau am Bodensee (195) und Freiburg (295).
Insgesamt stuft das IW die Daseinsvorsorge in Neckarsulm als „sehr gut“ ein. Besonders gut schneidet die Stadt in den Kategorien Gesundheit (448), Freizeit (496) und Bildung (552) ab. Hauptbewertungskriterium der Studie ist die Erreichbarkeit der Angebote und Einrichtungen. Im Einzelnen bewertet wurden die Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Pflegeeinrichtungen (Kategorie „Gesundheit“), von Schwimmbädern, Theatern und Museen (Freizeit) sowie von Grundschulen, weiterführenden Schulen, Gymnasien und die Versorgung mit Kitas (Bildung).
Außerdem bewertet wurden die Kategorien Mobilität (Qualität von Brücken, Verbindungen Schienenregionalverkehr, Anbindung an Autobahn und Flughafen) sowie Digitales (Mobilfunkabdeckung, Breitbandverfügbarkeit). Hier erreichte Neckarsulm den Rang 1661 beziehungsweise 2118 unter den 10.817 untersuchten Kommunen deutschlandweit.
Oberbürgermeister Steffen Hertwig sieht in dem hervorragenden Abschneiden Neckarsulms im IW-Gemeindecheck eine Bestätigung und eine Anerkennung der gemeinsamen Arbeit von Gemeinderat, Verwaltung, Unternehmen, Institutionen und einer engagierten Bürgerschaft: „Neckarsulm zeichnet sich durch eine hervorragende Infrastruktur, kurze Wege, innovative Zukunftsprojekte und ein qualitativ hochwertiges Angebot für Menschen aller Generationen aus. Wir investieren gezielt in Schulen und Kinderbetreuung, stärken den Gesundheitsstandort, treiben die Digitalisierung voran und schaffen attraktive Freizeit- und Kulturangebote.“ Insofern sei das Ergebnis der Studie sehr nachvollziehbar.
Ranking als Ansporn
Steffen Hertwig betont auch, dass Neckarsulm den seit vielen Jahren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen will: „Eine starke Daseinsvorsorge ist kein Selbstläufer, sondern erfordert stetige Weiterentwicklung und vorausschauendes Handeln. Deshalb verstehen wir dieses Ranking vor allem als Ansporn.“
Ein Ranking arbeite mit Daten, Kriterien, Gewichtungen und sei daher nur eingeschränkt aussagekräftig, gibt OB Hertwig zu bedenken. „Und es ersetzt nicht die Erfahrungen der Menschen im Alltag. Deshalb freuen wir uns über das Ergebnis, nehmen es als Rückenwind und arbeiten weiter daran, dass Neckarsulm gut versorgt bleibt. Am Ende zählt nicht die Note, sondern dass unsere Stadt für die Menschen gut funktioniert.“ (snp)
