An zwei Bäumen in der Angelstraße befinden sich aktuell zwei gleichlautende Appelle an Hundebesitzer, die die Ortsverwaltung unverändert unterschreiben könnte. „Wir mögen es, in Obereisesheim zu leben. Wir mögen auch Hunde. Wir mögen aber keine Hundebesitzer, die Obereisesheim verdrecken. Nehmen Sie den Hundekot also wieder mit!“ Genauso sieht’s aus! Die Unsitte, Hunde ihr Geschäft in den Pflanzinseln, in Vorgärten, auf dem Schulgelände oder auf sonstigen öffentlichen Flächen verrichten zu lassen, treibt aktuell regelrechte Blüten. Hundehäufen finden sich überall dort, wo sich die städtischen Kollegen vom Grünbereich, Aushilfskräfte und auch viele Anwohner bemühen, Kleingrünstflächen zu pflegen und in Ordnung zu halten. Dabei ist es überhaupt kein Problem, dass ein Hund einmal an einer Stelle mehr macht als nur sein Bein zu heben. Aber dann, bitteschön, kann man den Dreck doch auflesen und im nächsten Mülleimer entsorgen. Das ist schon alles. Tatsächlich wird aber immer öfter beobachtet, dass Hunde noch in die Pflanzinseln geführt werden, wenn die Mäh- und Instandsetzungstruppe schon in Sichtweite arbeitet. Und das geht gar nicht. Das geht genauso wenig, wie Hunde in den nächsten Vorgarten zu entlassen und darauf zu hoffen, sie mögen erleichtert zu Herrchen oder Frauchen zurückkehren. Das ist einfach nicht in Ordnung - und das rechtfertigt auch den privaten Hinweis auf einen geschmacklosen Missstand. Um richtig verstanden zu werden: 80% aller Hundehalter verhalten sich absolut vorbildlich. Problematisch ist die zunehmende Minderheit, denen die gute Kinderstube abhandengekommen ist. Sie zu erreichen ist schwer und geht nur über den Geldbeutel. Leider!
Andreas Gastgeb
(Erstellt am 13. Mai 2026)
