Städtische Kultureinrichtung heißt ab sofort „Deutsches Motorradmuseum“
Zum 70. Jubiläum präsentiert sich das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm künftig unter einem neuen Namen: „Deutsches Motorradmuseum“. Die bisherige Bezeichnung „Deutsches Zweirad- und NSU-Museum“ bleibt als offizieller Zusatz erhalten und im Logo, an der Hausfassade und auf der innerörtlichen Beschilderung weiterhin sichtbar. Der Gemeinderat stimmte der Umbenennung in seiner jüngsten Sitzung mit sehr großer Mehrheit bei einer Gegenstimme zu. Mit dem neuen Namen „Deutsches Motorradmuseum“ und der entsprechenden Kurzbezeichnung DEMOMU stärkt das Museum seine nationale und internationale Sichtbarkeit und Außendarstellung.
Das Deutsche Motorradmuseum wurde 1956 unter dem Namen „Deutsches Zweiradmuseum“ gegründet und galt von Anfang an als „Forschungsstätte für Fachleute“ und „Anziehungspunkt für den Tourismus“. Mit der Eröffnung der NSU-Abteilung 1986 erhielt das Museum seinen vollständigen Namen. Der traditionelle Name, oft verkürzt auf die Bezeichnung „Zweiradmuseum“, werde der fachlichen und kulturellen Bedeutung der Sammlung nicht mehr gerecht, begründete Museumsleiterin Natalie Scheerle-Walz die Notwendigkeit, die Außendarstellung strategisch weiterzuentwickeln. „Der neue Name ist präziser, kürzer und klarer und stärkt die Markenbildung“, erklärte die Museumsleiterin. „Gleichzeitig bleibt die Kontinuität und historische Identität gewahrt.“
Zum 70. Jubiläum soll die Markenbotschaft des Museums präzisiert und das Profil als „eine der bedeutendsten Motorradsammlungen Deutschlands“ gestärkt werden. Der neue Name ermöglicht zudem eine moderne Museums- und Standortkommunikation gerade auch bei der Ansprache internationaler Besucherinnen und Besucher. „Die Bezeichnung ‚Deutsches Motorradmuseum‘ ist international verständlich und lässt sich ohne Bedeutungsverlust ins Englische übersetzen“, versicherte Natalie Scheerle-Walz. Auch der inhaltliche Schwerpunkt des Museums werde so besser vermittelt. „Viele Besucher sind überrascht, dass die Sammlung neben NSU noch weitere 140 internationale Motorradmarken umfasst“, so die Museumsleiterin.
„Die neue Außendarstellung erhöht die Fach- und Öffentlichkeitsrelevanz des Museums und festigt seine Position als herausragendes Fachmuseum mit bundesweiter und internationaler Bedeutung.“ Die Marke NSU bildet weiterhin einen wichtigen Sammlungsschwerpunkt, wie Natalie Scheerle-Walz betonte. Im Museum widmet sich eine ganze Etage der Neckarsulmer Traditionsmarke, die die Alltagsmobilität entscheidend vorangebracht und Lokalgeschichte geschrieben hat.
Mit der Umbenennung beauftragte der Gemeinderat die Museumsverwaltung, die Werbematerialien und Kommunikationsmittel jetzt schrittweise umzustellen. Da diese Vorlagen überwiegend digital verfügbar sind, bleiben die Kosten im Budgetrahmen. Weil der alte Name als Zusatz erhalten bleibt, müssen auch die Hinweisschilder im öffentlichen Raum nicht sofort erneuert werden.
Gemeinderat beschließt neue Eintrittspreise und geänderte Öffnungszeiten
Neben der Umbenennung beschloss der Gemeinderat Neckarsulm auch neue Eintrittspreise und geänderte Öffnungszeiten für das Deutsche Motorradmuseum. Die Eintrittspreise wurden zuletzt im Jahr 2022 angepasst und werden zum 1. April 2026 moderat erhöht. Die Einzelkarte für Erwachsene kostet künftig 9,50 Euro, zwei Euro mehr als bislang. Der Eintritt für Gruppen ab zehn Personen beträgt 7,50 Euro pro Person statt sechs Euro. Schüler mit Ausweis zahlen fünf Euro, einen Euro mehr. Für Kinder bis sechs Jahre ist der Eintritt weiterhin frei.
Die Öffnungszeiten werden ab sofort um sechs Stunden pro Woche reduziert. Damit reagiert die Museumsverwaltung auf die aktuell angespannte Situation im Personalbereich. Die Personalressourcen sind derzeit eingeschränkt. Gleichzeitig muss das Museum aus versicherungstechnischen Gründen gewährleisten, dass mindestens immer zwei Aufsichtspersonen gleichzeitig im Dienst sind. Um den laufenden Betrieb verlässlich zu stabilisieren, gelten ab sofort folgende eingeschränkte Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 10.30 bis 16 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen, 10 bis 17 Uhr. Montags bleibt das Deutsche Motorradmuseum weiterhin geschlossen. Schulklassen und Gruppen können Führungen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten vereinbaren. (snp)
