Anwohner loben Präventionskonzept und wünschen sich schnelle Umsetzung
Der Bürgerbeteiligungsprozess zur Starkregenvorsorge im Strang 1 „Kalben bis Feuerwehr“ in Neckarsulm ist erfolgreich angelaufen. Beim ersten Infospaziergang stellten Ingenieure des städtischen Tiefbauamtes die geplanten Maßnahmen im ersten Abschnitt, im Gewann Kalben am östlichen Rand des Wohngebiets bis zum Beginn der Neubergstraße, vor. An diesem Format zur Bürgerbeteiligung nahmen rund 25 interessierte Anwohner und Bürger teil. Planer des beauftragten Ingenieurbüros für Bauwesen und Umwelttechnik Klinger und Partner GmbH aus Stuttgart begleiteten den Rundgang und erläuterten die Maßnahmen im Detail.
Im Rahmen des städtischen Handlungskonzepts Starkregen plant die Stadt Neckarsulm Präventionsmaßnahmen im Bereich vom Gewann Kalben bis zur Feuerwache in der Felix-Wankel-Straße. Dieser Strang hat im Handlungskonzept die höchste Priorität. Ziel ist es, möglichst alle Wassermassen aus den Außengebieten wie Äcker, Wiesen und Wälder zurückzuhalten und damit das Risiko von Überschwemmungen im Siedlungsraum zu vermindern.
Um den Strom des Niederschlagswassers vom Kalben durch den Steppachweg und den Stadtpark zur Feuerwehr einzudämmen und zurückzuhalten, plant die Stadt verschiedene Maßnahmen entlang des Fließweges. Unter anderen sind Erdwälle und Rückhaltedämme in Erdbauweise vorgesehen, die mit vergleichsweise geringem Bauaufwand realisiert werden können.
Umgestaltung des Straßenraums in der Kalbenstraße geplant
Der Straßenraum in der Kalbenstraße soll nach dem Prinzip der Schwammstadt umgeplant werden. So kann das Oberflächenwasser gespeichert und die Kanalisation entlastet werden. In diesem Zuge soll auch ein landschaftlich gestalteter, wegbegleitender Graben angelegt werden, der mit Bäumen bepflanzt werden kann und so Oberflächenwasser speichert und zurückhält. Auch über diesen neuen Gestaltungsvorschlag muss noch der Gemeinderat entscheiden.
Die beteiligten Bürgerinnen und Bürger begleiteten die Planung mit konstruktiven Ideen und Anregungen. Mit ihren Ortskenntnissen haben die Anwohner den planenden Ingenieuren geholfen, die Planideen mit den Verhältnissen vor Ort abzugleichen und anzupassen. Alle Vorschläge und Anregungen werden gesammelt, ausgewertet und bei der weiteren Planung berücksichtigt. Etliche Teilnehmer lobten das Präventionskonzept und wünschten sich eine schnellstmögliche Umsetzung.
Zweiter Infospaziergang in den Sommermonaten
Nach dem erfolgreichen Auftakt setzt die Stadt die Bürgerbeteiligung bei der Starkregenvorsorge fort. Der zweite Spaziergang findet in den Sommermonaten statt. Dann folgen die Teilnehmenden dem weiteren Fließweg des Oberflächenwassers ab dem Steppachweg in Richtung Stadtpark.
Um die Ideen und Vorschläge der Anwohner und Bürger zu sammeln, nutzt die Stadt die Beteiligungsplattform „Padlet“. Dort können Interessierte noch bis Donnerstag, 30. April, ihre Erfahrungen mit Starkregen und Anregungen zum Vorsorgekonzept mitteilen. Die Plattform ist unter https://padlet.com/koch153/neckarsulm-starkregenvorsorge-mclbu8zq8npa50v9 erreichbar. (snp)
