Stadt legt neue Gräben als Laichgewässer an

Foto: Stadt Neckarsulm
Die Stadt hat neue Gräben zum Schutz der Gelbbauchunke angelegt. Die Unkenbecken dienen der geschützten Amphibienart als Laichgewässer. (Foto: Stadt Neckarsulm) 

Die Stadt Neckarsulm führte Anfang April auf mehreren Flurstücken in Dahenfeld sowie am Wilfensee Maßnahmen zum Schutz der Gelbbauchunke (Bombina variegata) durch. Hierzu werden neue Gräben angelegt und Gelbbauchunkenbecken wieder befüllt, um geeignete Laichgewässer für die streng geschützte Amphibienart zu schaffen und die natürlichen Vorkommen zu unterstützen.

Die Maßnahmenfläche konnte im Vergleich zum Vorjahr erweitert werden. Das Flurstück Nr. 1180/1 steht nun dauerhaft zur Verfügung, um dort Gräben zum Schutz der Gelbbauchunken anzulegen. Auch auf dem Flurstück Nr. 720 wurden aufgrund des Erfolgs der Maßnahme im vergangenen Jahr wieder Gräben angelegt.

Ergänzend werden vorhandene Gelbbauchunkenbecken auf dem Flurstück Nr. 685 in Dahenfeld und Flurstück Nr. 4454 am Wilfensee geöffnet und erneut mit Wasser befüllt, so dass sie der Art zur kommenden Fortpflanzungsperiode wieder als Laichgewässer zur Verfügung stehen.

Ein weiteres von der Gelbbauchunke gerne besuchtes Gewässer sind Tümpel im Wald zwischen Neckarsulm und Dahenfeld. Dort konnten im vergangenen Jahr auch ohne zusätzliche Maßnahme Vorkommen nachgewiesen werden.

Die Gelbbauchunke ist auf sonnenexponierte, flache und meist temporäre Klein- und Kleinstgewässer angewiesen. Diese zeichnen sich durch geringe Wassertiefe und eine weitgehende Abwesenheit von Fressfeinden aus. Als Pionierart besiedelt sie bevorzugt neu entstandene oder regelmäßig gestörte Lebensräume und ist daher auf eine fortlaufende Neuschaffung geeigneter Gewässerstrukturen angewiesen. Die Maßnahmen werden daher jährlich neu angelegt und im Herbst wieder verschlossen.

Mit den umgesetzten Maßnahmen wird zugleich der Biotopverbund im Stadtgebiet gestärkt. Die neu angelegten oder befüllten Kleinstgewässer tragen zur Vergrößerung bestehender Lebensräume bei. Die Maßnahmen sind Bestandteil des Biotopverbundkonzepts der Stadt Neckarsulm, mit dem die ökologische Durchgängigkeit verbessert und die biologische Vielfalt langfristig gesichert werden soll.

Bei Fragen wenden sich Interessierte bitte an Ulrike Lorenz, Tel. 07132/35-2123, E-Mail: Ulrike.Lorenz@Neckarsulm.de.