Umfrage zum Mobilitätsverhalten

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,

um die Mobilität der Zukunft noch besser ausgestalten zu können und die Weichen bereits heute richtig zu stellen, haben wir nachfolgende Umfrage ausgearbeitet. Helfen Sie uns mit Ihrer Teilnahme mehr über das Mobilitätsverhalten der Neckarsulmer Bürgerinnen und Bürger sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in Neckarsulm arbeiten herauszufinden. Die Umfrage ist dabei völlig anonym.

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Fußverkehrs-Check in Neckarsulm rückt natürlichstes Verkehrsmittel in den Fokus

Der Fußverkehrs-Check in Neckarsulm hat begonnen. Oberbürgermeister Steffen Hertwig begrüßte die Teilnehmer beim Auftakt-Workshop im Sitzungssaal des Rathauses und dankte ihnen für die Bereitschaft zur Mitarbeit: „Es ist Ihre Perspektive, die uns helfen wird, die Situation der Fußgänger vor Ort zu verbessern.“  

Die Stadt Neckarsulm ist eine von neun Kommunen in Baden-Württemberg, die in diesem Jahr zur Teilnahme am Fußverkehrs-Check ausgewählt wurde. Finanziert und unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg. Das Fachbüro Planersocietät aus Dortmund unterstützt die Stadt bei der Umsetzung. Ziel ist es, das Zu-Fuß-Gehen als vergessenes Verkehrsmittel in den Fokus zu rücken und den Stellenwert des Fußverkehrs in Politik, Verwaltung und Planung zu stärken.

„Die Fortbewegungsart, die am natürlichsten ist, ist in den Hintergrund geraten“, stellte Steffen Hertwig fest. „Der Fußverkehr ist leider etwas aus der Mode gekommen.“ Sofern der Fußgängerverkehr durch Barrieren beeinträchtigt werde, sei dies verständlich. „Aber gegen technisch-bauliche Hindernisse kann man etwas unternehmen“, unterstrich der OB. Die Stadt sei stolz, dass sie an dem Projekt teilnehmen könne. „Das passt hervorragend zum Thema Mobilität, dem wir neues Gewicht geben wollen.“ Der Rad- und Fußgängerverkehr ist ein Baustein des multimodalen städtischen Mobilitätskonzepts, das alle Verkehrsarten gleichrangig betrachtet. „Wir wollen Mobilität nicht nur aus der Sicht der Autofahrer bewerten, sondern breiter aufstellen“, betonte Steffen Hertwig.

Teilnehmer treffen sich am 26. Juli zum ersten Rundgang
Bei zwei Begehungen werden exemplarisch Problemlagen für Fußgänger aufgezeigt, Schwachstellen identifiziert und Lösungsansätze erarbeitet. Der erste Rundgang findet am Donnerstag, 26. Juli, um 17.30 Uhr statt und widmet sich den Themenbereichen Wohnen, Schülerverkehr und Innenstadt. Wie alle Veranstaltungen im Rahmen des Fußverkehrs-Checks sind auch die Begehungen öffentlich. Interessierte Teilnehmer sind herzlich zum Mitgehen eingeladen. Treffpunkt für die erste Begehung ist der Bahnhofsvorplatz. Von dort geht es durch die Urbanstraße und die Kolpingstraße zum Marktplatz. Die Route führt weiter zur Hermann-Greiner-Realschule und durch die B 27-Unterführung in der Gottlob-Banzhaf-Straße. Nächste Station ist die Stadtbahn-Haltestelle „Neckarsulm Mitte“ am Audi Forum.

Der zweite Rundgang ist nach der Sommerpause im Herbst geplant. Dann geht es zu Fuß durch das südliche Stadtgebiet. Betrachtet werden unter anderem die Situation an der S-Bahnhaltestelle „Neckarsulm Süd“ in der Rötelstraße, die Fußwegeverbindungen in den Gewerbegebieten Trendpark und Stiftsbergstraße sowie der Weg zur Josef-Schwarz-Schule im Gewerbegebiet Straßenäcker. Für den zweiten Termin können Teilnehmer auch eigene Themenschwerpunkte vorschlagen. (snp)

Neckarsulmer Bürger gestalten das Mobilitätskonzept der Zukunft

Die Neckarsulmer Bürgerinnen und Bürger arbeiten weiter am multimodalen Mobilitätskonzept für ihre Stadt. In der Auftaktveranstaltung am 14. Mai in der Ballei wurden bereits eine Vielzahl von Ideen und Anregungen entwickelt, wie der motorisierte Verkehr reduziert und öffentliche Verkehrsmittel, Radfahrer und Fußgänger gestärkt werden können. Jetzt wird der Dialog auf dem Marktplatz, in Schulen und im Café Zukunft fortgesetzt.

Schon beim Bürgerforum zum B 27-Anschluss  „Binswanger Straße“ wurde deutlich, dass der Ausbau der Straßeninfrastruktur nur eine Maßnahme von mehreren sein kann, wenn sich die Verkehrssituation in Neckarsulm verbessern soll. Sowohl Kritiker als auch  Befürworter des B 27- Anschlusses hoben hervor, dass ein multimodales Mobilitätskonzept erarbeitet werden müsse. An Themenständen zum Öffentlichen Personennahverkehr, zu Rad- und Fußwegen, zu Parkleitsystemen und Shuttlebussen wurde eine Vielzahl von Anregungen gesammelt. Auch Ideen und Ansätze in Unternehmen wurden diskutiert. Ziel ist es dabei, die Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter z.B. durch Fahrgemeinschaften oder Mitfahr-Apps zu verbessern, mit denen man sich über das Mobiltelefon verabreden kann.

Marktplatzdialog am 11. Juli macht den Auftakt  
In aufsuchenden Dialogformaten auf dem Marktplatz, in Schulen und im Café Zukunft sollen diese Vorschläge nun vertieft und ergänzt werden. Am Mittwoch, 11. Juli, ab 12.30 Uhr wird daher ein Stand gut sichtbar auf dem Marktplatz in Neckarsulm aufgebaut. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können an einer Karte zur Mobilitätswende eigene Ideen und Anregungen einbringen. Experten der Stadtverwaltung beantworten vor Ort Fragen und stehen zur Diskussion zum Thema Mobilität bereit.

Familien mit kleinen Kindern und Jugendliche im Blickpunkt
Weiter geht es am Donnerstag, 12. Juli, um 9 Uhr im Café Zukunft in der Göppinger Straße. Dort findet das Familiencafé statt, so dass auch die besonderen Anforderungen von Familien mit Kindern aufgenommen werden können. An diesem Tag widmen sich außerdem Schülerinnen und Schülern der Hermann-Greiner-Realschule in einer Schulstunde dem Thema Mobilität in Neckarsulm.

Jung und Alt erreichen
In der Folgewoche sind weitere Aktionen mit Schülerinnen und Schülern des Albert-Schweitzer-Gymnasiums sowie mit Seniorinnen und Senioren im Katholischen Gemeindehaus geplant. Auch hier wird eine spannende Diskussion zur Mobilität im Alter erwartet. Den Abschluss bildet dann eine weitere Marktplatzaktion mit Oberbürgermeister Steffen Hertwig und Baubürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel am Mittwoch, 18. Juli, ab 14.30 Uhr. „Ziel dieser Aktionen ist es, gezielt verschiedene Generationen in Neckarsulm anzusprechen. Wir möchten gern alle Gruppen einbinden und freuen uns darauf, hierbei einen neuen Ansatz für den Dialog anzuwenden“, erläuterte Steffen Hertwig die für Neckarsulm neuen Dialogaktionen. Aufgabe der Stadtverwaltung wird es anschließend sein, die  Vorschläge und Anregungen der Bürgerschaft in das städtische Mobilitätskonzept einzubinden, um so möglichst alle Interessen ausbalanciert zu berücksichtigen.
 

Multimodales Mobilitätskonzept: Leitlinie zum Thema Mobilität

Das multimodale Mobilitätskonzept „Neckarsulm 2030+“ stellt eine Leitlinie der Stadt zum Thema Mobilität dar. Dabei werden alle Verkehrsarten gleichrangig betrachtet („multimodal“), um ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln. Im Einzelnen untersucht werden die Teilaspekte „Motorisierter Individualverkehr, Parkraumbewirtschaftung“, ÖPNV (Bus und Bahn) sowie Rad- und Fußgängerverkehr. Wie beim Mobilitätspakt auf regionaler Ebene ist es das Ziel, vernetzte Lösungsansätze zu finden und alternative Formen der Mobilität zu stärken.

Die Bürgerschaft und ein breites Spektrum an Interessengruppen werden in den gesamten Planungsprozess eingebunden. Sie definieren die verkehrspolitischen Ziele mit. Auf dieser Grundlage wird ein Handlungs- und Maßnahmenkonzept erarbeitet. Daraus resultieren konkrete Einzelmaßnahmen, die priorisiert und schrittweise umgesetzt werden.    

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