Nördliche Parkerweiterung als erster Meilenstein der Weiterentwicklung eingeweiht
Der Neckarsulmer Stadtpark zeigt sich in völlig neuem Gewand. Wo früher das alte Seniorenwohnheim St. Vinzenz und die Heizzentrale Spitalstraße der Stadtwerke standen, laden heute offene Grün- und Rasenflächen, Blühbereiche, Fußwege und seniorengerechte Sitzbänke zum Spazierengehen und Verweilen ein. Die nördliche Erweiterung des Stadtparks unterhalb der Spitalstraße wurde jetzt feierlich eingeweiht. Oberbürgermeister Steffen Hertwig und Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel übergaben die neu entstandenen Parkbereiche offiziell an die Neckarsulmer Bevölkerung und die Bewohner des Quartiers „Wohnen im Park“. „Aus einer Großbaustelle ist ein Stück Parkbereich geworden“, stellte die Bürgermeisterin fest. „Wir wünschen dem neugestalteten Parkabschnitt viele Besucherinnen und Besucher, schöne Begegnungen und eine lebendige Zukunft.“
OB Steffen Hertwig begrüßte die Teilnehmenden der kleinen Einweihungsfeier auf dem Vorplatz der Wohnanlage „Wohnen im Park“, darunter Mitglieder des Gemeinderates, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Vertreter der beteiligten Firmen, der Siedlungswerk GmbH Stuttgart und des Büros Bierbaum.Aichele.Landschaftsarchitekten. Das Landschaftsarchitekturbüro aus Mainz hat die Parkerweiterung geplant.
„Wir feiern heute einen wichtigen Meilenstein in der schrittweisen Weiterentwicklung unseres Stadtparks“, bekräftigte Steffen Hertwig. „In den zurückliegenden zehn Jahren haben wir eine große Veränderung erreicht.“
Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz ermöglicht städtebauliche Neuordnung
An die ursprüngliche Idee und die aufwändigen Planungs- und Vorarbeiten erinnerte Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel. Mit dem Abbruch des alten Pflegeheims und dem Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz wurde der Weg frei für die städtebauliche Neuordnung des gesamten Areals. Im zweiten Bauabschnitt des Neubaus entstand der neue Wohn- und Pflegeverbund „Wohnen im Park“ mit seniorengerechten Stadtwohnungen. Die vier in Riegelform errichteten Einzelgebäude eröffneten großzügige Zwischenräume mit neuen Sichtachsen. Diese neu entstandenen Freiflächen nutzte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Siedlungswerk als Bauträger und der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung als Betreiber des Seniorenzentrums, um den Stadtpark in Richtung Norden zu erweitern.
„Entstanden sind offene Grünflächen mit Rasen- und Blühbereichen, neue Aufenthaltsmöglichkeiten und eine direkte Fußverbindung zum Wohnen im Park, ohne sichtbare Grundstücksgrenzen oder Barrieren“, erläuterte Dr. Suzanne Mösel. „Jetzt und in Zukunft kann dieser Park als Ort der Begegnung, der Erholung und des Miteinanders genutzt werden.“
Neue Wege, ökologisch verbesserte Flächen und Starkregenvorsorge
Die privaten Freiflächen wurden in das bisherige Parkgelände integriert, so dass öffentliche und private Grünflächen ineinanderfließen. So habe die Stadt die gesteckten städtebaulichen Ziele gemeinsam mit dem beauftragten Landschaftsarchitekturbüro erreichen können, versicherte die Baubürgermeisterin: „einen attraktiven Zugang zum Park, bessere Wegeverbindungen und eine ökologische Verbesserung der Flächen“.
Als weiterer Bestandteil wurde eine neue Entwässerungsmulde angelegt, die das Niederschlagswasser bei Starkregenereignissen kontrolliert ableitet. „Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Klimafolgenanpassung“, betonte die Bürgermeisterin.
Blauglockenbaum erinnert an altes Pflegeheim
Besonderes Augenmerk habe die Stadt auf den Schutz der vorhandenen Bäume gelegt. So ist sowohl der markante Silberahorn als auch der Blauglockenbaum erhalten geblieben. Dieser Baum markierte einst den Zufahrtsbereich zum Pflegeheim St. Vinzenz und prägt heute als einzig verbliebene Reminiszenz an das alte Seniorenzentrum das neue Gesicht des Stadtparks.
Die Umgestaltung dieses Parkabschnitts ist noch nicht ganz abgeschlossen. Noch schützen Bauzäune die neu angelegten Rasen- und Wiesenflächen. Die restlichen Zäune werden im Herbst entfernt. Dann wird das Siedlungswerk die Stellplätze entlang der Spitalstraße zurückbauen, so dass auch der Radweg wieder durchgängig befahren werden kann. Eine neue Baumreihe wird diesen Bereich zusätzlich aufwerten.
In den kommenden Jahren wird die Stadt die Erweiterung des Stadtparks fortsetzen. Dann soll der Vorplatz des Albert-Schweitzer-Gymnasiums und der westliche Eingangsbereich mit dem Stadtparkbrunnen neugestaltet werden. Für den Bereich rund um den Brunnen können Bürger eigene Ideen, Anregungen und Vorschläge über die Online-Plattform „Go Vocal“ einbringen. „Wir freuen uns schon auf eine rege Beteiligung“, lud Steffen Hertwig zum Mitgestalten ein.
Die Stadtparkerweiterung in Zahlen
Bauzeit: September 2025 bis Juni 2026
Planung: BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Part.GmbB, Mainz
Pflanzungen:
- rund 1500 Quadratmeter Pflanzflächen
- etwa 3800 Quadratmeter Rasen- und Wiesenflächen
- 47 Bäume und Solitär-Großsträucher
- rund 450 Quadratmeter Staudenflächen