Bürger werden um Vorsicht gebeten

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Im Vorfeld der Windkraftplanung im Bereich "Mönchswald" finden derzeit artenschutzrechtliche Untersuchungen statt. (Foto: Adobe Stock)    

Im Vorfeld der geplanten Windkraftplanung im Waldgebiet zwischen Neckarsulm, Dahenfeld und Erlenbach finden aktuell und bis voraussichtlich Mitte August umfangreiche artenschutzrechtliche Untersuchungen statt. Ziel dieser Erhebungen ist es, mögliche Auswirkungen auf geschützte Tierarten frühzeitig zu erkennen und bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. Die Untersuchungen werden von erfahrenem Fachpersonal durchgeführt und erfolgen im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben zum Artenschutz.

Ein besonderer Schwerpunkt der Erhebungen liegt auf der Erfassung von Fledermausvorkommen. Hierzu wurden und werden nächtliche Fangaktionen mit Fangnetzen entlang der Waldwege durchgeführt. Diese sogenannten Netzfänge dienen dazu, Fledermausarten sicher zu bestimmen, ihre Flugkorridore ausfindig zu machen und Habitate im Untersuchungsgebiet zu dokumentieren.

Die Netze werden ausschließlich zu den Untersuchungszeiten in einzelnen Nächten aufgestellt und stehen unter ständiger fachkundiger Aufsicht durch das beauftragte Büro. Da die Untersuchungen in den Abend- und Nachtstunden stattfinden, kann es in diesem Zeitraum vereinzelt zu Begegnungen mit den Fachleuten vor Ort sowie zu vorübergehenden Einschränkungen auf einzelnen Wegabschnitten kommen. Wir bitten Waldbesucherinnen und Waldbesucher, bei Dunkelheit auf Absperrungen durch rot-weißes Absperrband zu achten und die aufgestellten Fangnetze nicht zu berühren oder zu beschädigen, um sowohl die Tiere als auch sich selbst nicht zu gefährden. Hundehalterinnen und Hundehalter werden gebeten, ihre Tiere in den betroffenen Bereichen anzuleinen. Das Fachpersonal vor Ort hilft bei Bedarf, die mit Netz überspannten Bereiche sicher zu queren.

Die Untersuchungen wurden in den vergangenen Wochen auf dem Radweg zwischen Neckarsulm und Dahenfeld durchgeführt. Dabei ist es zu Konflikten aufgrund des hohen Besucherverkehrs gekommen. Die Radwegeverbindung wird daher künftig bei den Untersuchungen mit den Fangnetzen ausgenommen.

Neben der Untersuchung mittels der Fangnetze werden auch weitere Untersuchungen, zum Teil mit unterschiedlichen Geräten, vorgenommen. Die Stadt Neckarsulm bittet alle Waldbesucherinnen und -besucher, die Fachleute bei der Arbeit möglichst nicht zu stören und Geräte nicht zu berühren.

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Planung der Windenergieanlagen ein und tragen dazu bei, Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz frühzeitig zu vermeiden.

Für Rückfragen steht Ulrike Lorenz, Umwelt- und Landschaftspflege, Tel. 07132/35-2123, E-Mail: ulrike.lorenz@neckarsulm.de gerne zur Verfügung. Die Stadt dankt den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Mithilfe.