Baubürgermeister Klaus Grabbe (Mitte): (v. li.) Bundestagsabgeordneter Josip Juratovic, der Ehrenbürger und frühere Oberbürgermeister Volker Blust, OB Steffen Hertwig und der frühere Landesinnenminister Reinhold Gall.      
Mit einem Empfang anlässlich des 70. Geburtstages ehrte die Stadt Neckarsulm den früheren Baubürgermeister Klaus Grabbe (Mitte): (v. li.) Bundestagsabgeordneter Josip Juratovic, der Ehrenbürger und frühere Oberbürgermeister Volker Blust, OB Steffen Hertwig und der frühere Landesinnenminister Reinhold Gall.      

Früherer Baubürgermeister hat erfolgreiche Stadtentwicklung nachhaltig geprägt

In seinen 17 Amtsjahren als Baubürgermeister der Stadt Neckarsulm hat Klaus Grabbe nachhaltige Spuren hinterlassen und bleibende Akzente gesetzt. Ein offizieller Empfang anlässlich des 70. Geburtstages von Klaus Grabbe bot jetzt nochmals Anlass, auf ein erfolgreiches berufliches Lebenswerk zurückzublicken. Seinen 70. Geburtstag feierte Klaus Grabbe bereits am 13. Februar. Wegen der Corona-Lage konnte die Stadt ihren früheren Bürgermeister erst jetzt mit einem Empfang ehren. In der städtischen Volkshochschule – einem von vielen stadtbildprägenden Gebäuden, die in der Amtszeit von Klaus Grabbe entstanden – begrüßte Oberbürgermeister Steffen Hertwig Gäste, Freunde, Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie frühere Weggefährten. Dazu zählten der SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic, der frühere Landesinnenminister Reinhold Gall sowie die Neckarsulmer Ehrenbürger Volker Blust, Oberbürgermeister a.D., Kurt Bauer und Roland Stammler. Die Ehefrau von Klaus Grabbe, Susanne Andress, konnte wegen einer Corona-bedingten Quarantäne an der festlichen Veranstaltung leider nicht teilnehmen.

„17 Jahre lang hast Du die Neckarsulmer Stadtentwicklung als Baubürgermeister mit viel Leidenschaft und Kreativität geprägt“, fasste Steffen Hertwig das Wirken von Klaus Grabbe zusammen. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit habe der frühere Bürgermeister einen Schwerpunkt auf die Themen Stadtqualität, Stadtimage und Erneuerbare Energien gelegt – „Themen, die nichts an Relevanz verloren haben“, so OB Hertwig. Das Revitalisierungskonzept, das den Bau der Fußgängerzone und weitere Maßnahmen der Stadtverschönerung und Stadtreparatur beinhaltete, präge die Innenstadt bis heute. „Das gesamte Konzept zur Weiterentwicklung der urbanen Aufenthalts- und Stadtqualität war Deine Amtszeit hindurch Leitfaden für die städtebauliche Qualität in der Stadt.“ So erinnerte Steffen Hertwig an die vielen stadtbildprägenden und architektonisch hochwertigen Gebäude, zahlreiche Kita- und Schulbaumaßnahmen sowie Straßenbauprojekte.

Wegweisende Gewerbeansiedlungen

„Wegweisend für die Entwicklung unserer Stadt“ war nach den Worten des Oberbürgermeisters die Initiative, neue Gewerbeflächen auszuweisen und Unternehmen aus der IT- und Dienstleistungsbranche anzusiedeln. „Damit wurde die Grundlage für zahlreiche Ansiedlungen teils weltweit agierender Unternehmen und die Schaffung tausender Arbeitsplätze gelegt“, stellte Steffen Hertwig fest. „Das war die Basis für unsere hohe Wirtschaftskraft und unsere hohe Anzahl an Arbeitsplätzen.“

Auch für Kunst im öffentlichen Raum habe sich Klaus Grabbe in seiner Amtszeit engagiert, unter anderem mit der Reihe „Kunstbewegt“. Der Kunst widmet sich Klaus Grabbe auch im Ruhestand weiter mit Leidenschaft. Kurz nach seinem 63. Geburtstag schied Klaus Grabbe auf eigenen Wunsch aus dem Dienst der Stadt aus. Für seine Verdienste wurde er zum Abschied mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet. Seitdem verbringt er seine Freizeit auf ausgedehnten Radtouren mit seiner Frau, in seinem privaten Steinbildhauer-Atelier und hinter dem Steuer seiner „Ente“, eines Oldtimer-Fahrzeugs vom Typ Citroen 2 CV.

Der Stadt Neckarsulm fühlt sich der gebürtige Westfale, der heute in Heilbronn wohnt, weiter verbunden. So wertete OB Hertwig den Wunsch des Jubilars, auf persönliche Geburtstagsgeschenke zugunsten einer Spende für die Ukraine-Hilfe des Freundeskreises Asyl Neckarsulm zu verzichten.

Den Architekten und Stadtplaner Klaus Grabbe würdigte der frühere Innenminister Reinhold Gall. Für diese Berufsgruppen sei entscheidend, „was sie bleibend und dauerhaft geschaffen haben in ihrem Berufsleben“. Mit Blick auf die Berufsjahre von Klaus Grabbe urteilte Reinhold Gall: „In Neckarsulm ist Gutes, Sehenswertes und auch Erlebbares entstanden in den zurückliegenden Jahrzehnten.“

Ein Städtebauer und Brückenbauer für Ideen

Auch bei der Gestaltung der Gewerbegebiete habe Klaus Grabbe die Unternehmen von seiner Vision einer nicht nur nützlichen, sondern auch künstlerisch und städtebaulich gestalteten Architektur überzeugen können. „Du warst nicht nur Städtebauer, sondern auch Brückenbauer für Ideen und Vorhaben.“ Mit großem Fachwissen, fachlichem Können und Begabung sei es Klaus Grabbe gelungen, der Stadt nicht nur ein Gesicht, sondern Atmosphäre zu verleihen. „Die Einwohnerinnen und Einwohner haben allen Grund stolz zu sein, in dieser Stadt arbeiten und leben zu können“, bekräftigte Reinhold Gall.

Klaus Grabbe dankte seinen Weggefährten und Mitstreitern, allen voran den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus. „Ohne sie hätte ich nicht annähernd so viel leisten können.“ Er blicke mit Dankbarkeit auf eine „goldene Zeit für Neckarsulm mit Auswirkungen auf die Zukunft“ zurück. Und Klaus Grabbe erklärte, warum sich die Stadt so erfolgreich entwickelt hat: „Mehr Wir – das hat mich immer geprägt und angetrieben. Das Wir-Gefühl und die Ergebnisorientierung – das ist der Hauptgrund für die erfolgreiche Entwicklung.“