Übergabe der von den Kiwanis gespendeten Schulausstattungen in Neckarsulm: (v. li.) OB Steffen Hertwig, Kita-Fachberaterin Tatjana Fink, Fördervereinspräsident Ulrich Meyer, Fachberaterin Katharina Köhler und Clubpräsident Andreas Oroszy.
Übergabe der von den Kiwanis gespendeten Schulausstattungen in Neckarsulm: (v. li.) OB Steffen Hertwig, Kita-Fachberaterin Tatjana Fink, Fördervereinspräsident Ulrich Meyer, Fachberaterin Katharina Köhler und Clubpräsident Andreas Oroszy.

Sonderfonds ermöglicht Erstausstattungen für Schulkinder aus der Ukraine

Auf das soziale Engagement des Kiwanis-Clubs Neckarsulm ist Verlass – auch in Corona-Zeiten. Obwohl der Club wegen ausgefallener Feste und Veranstaltungen in den zurückliegenden beiden Jahren kaum Spendengelder bei solchen Anlässen erwirtschaften konnte, setzen die Kiwanis ihr traditionelles Schulranzen-Projekt auch in diesem Jahr fort. Für bedürftige Familien in Neckarsulm und Bad Friedrichshall sowie Schulkinder, die vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine geflüchtet sind, stellen die Kiwanis insgesamt rund 100 komplett ausgestattete Markenschulranzen im Wert von rund 20.000 Euro zur Verfügung. Der Präsident des Kiwanis Clubs Neckarsulm, Andreas Oroszy, und der Präsident des Kiwanis-Fördervereins, Ulrich Meyer, übergaben je ein verschieden farbiges Schulranzen-Modell für Jungen und für Mädchen stellvertretend für das Gesamtkontingent im Rathaus Neckarsulm.

Oberbürgermeister Steffen Hertwig und Tatjana Fink, Fachberaterin für Kindertagesstätten, nahmen die Spende für die Stadt Neckarsulm entgegen. Im Namen der Stadt Bad Friedrichshall bedankte sich Kita-Fachberaterin Katharina Köhler für die Erstausstattungen. Neckarsulm erhält 70 Schulranzen. Davon sind 40 für Schulanfänger aus den Kitas und 30 für geflüchtete Grundschulkinder aus der Ukraine bestimmt. In Bad Friedrichshall gehen 20 Schulranzen an Kitakinder und zwölf an Grundschüler aus der Ukraine.

Finanziert wurden die Schulausstattungen vom Kiwanis Club Neckarsulm mit Unterstützung der Kiwanis Deutschland Foundation. Für geflüchtete Kinder aus der Ukraine hat die Foundation einen Sonderfonds eingerichtet. Auf diesen Fördertopf der Dachorganisation konnten die Kiwanis Neckarsulm zurückgreifen, um die insgesamt 42 Schulausstattungen für ukrainische Schulkinder zu finanzieren. Ermöglicht wurde die diesjährige Spende außerdem durch die Unterstützung der Firma Scout, des weltweit größten Schulranzen-Herstellers, und der Firma Felidae Europe. Zur Ausstattung gehören je Ranzen zusätzlich ein Schreibetui mit Stiften, ein Schlamper-Mäppchen und ein Sportbeutel.

Dass das Sozialprojekt im Raum Neckarsulm auch geflüchteten Kindern aus der Ukraine zugute kommt, ist ganz im Sinne der gemeinnützigen Organisation, wie Ulrich Meyer erklärte: „Wir versuchen, überall wo Kinder in Not sind, zu helfen. Getreu unserem Motto: ‚Wir bauen Kindern eine Brücke in die Zukunft.‘“

Oberbürgermeister Hertwig bedankte sich für die Spende: „Das ist eine ganz wichtige Unterstützung. Die Hilfsbedürftigkeit nimmt massiv zu.“ Auch Tatjana Fink bestätigte: „Die Kinder sind sehr dankbar.“ Die Fachberaterinnen und die Kita-Leitungen in den beiden Kommunen sorgen dafür, dass die Schulranzen in die richtigen Hände kommen. Sie prüfen diskret, welche Familien bedürftig sind. „Die Verteilung ist ein sensibler und erfolgreicher Prozess“, versicherte Tatjana Fink.

Wer die Kiwanis bei ihrer gemeinnützigen Arbeit unterstützen möchte, kann den Bewirtungsstand des Clubs Neckarsulm beim kommenden Ganzhornfest besuchen. Das traditionelle Herbstfest der Neckarsulmer Vereine findet vom 3. bis 5. September rund um das Deutschordensschloss statt.