OB Steffen Hertwig kündigt spannende Projekte für 2023 an

Blick in die Sporthalle mit Orchesterpodium und voll besetzten Besucherreihemn
) Rund 1000 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten das Neujahrskonzert des Jugend-Sinfonieorchesters und die Neujahrsansprache von OB Steffen Hertwig in der Ballei Neckarsulm.
Andreas Kehlenbeck dirigiert das Orchester und den Projektchor.
Beim Neujahrskonzert intonierte das Jugend-Sinfonieorchester gemeinsam mit einem Projektchor zwei Lieder in einer Live-Premiere.
Andreas Kehlenbeck und das Orchester wendne sich dem applaudierenden Publikum zu.
Für seine musikalischen Darbietungen erhielt das Jugend-Sinfonieorchester unter der Leitung von Andreas Kehlenbeck viel Applaus.       

Mit dem traditionellen Neujahrskonzert ist die Stadt Neckarsulm ins neue Jahr gestartet. Der schwungvolle Jahresauftakt konnte nach zwei Jahren Corona-bedingter Zwangspause wieder als Präsenzveranstaltung in der Ballei-Sporthalle stattfinden. Rund 1000 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten das Konzert des Jugend-Sinfonieorchesters der Städtischen Musikschule unter der Leitung von Andreas Kehlenbeck. In seiner Neujahrsansprache stimmte Oberbürgermeister Steffen Hertwig die Bürgerschaft auf das neue Jahr ein und beschrieb die bevorstehenden kommunalpolitischen Aufgaben und Herausforderungen.

Nach dem Jubiläum „Stadt Neckarsulm – 1250 Jahre VOLLERLEBEN“ im Jahr 2021 feiert Neckarsulm in diesem Jahr einen weiteren wichtigen Jahrestag. Vor 50 Jahren, am 1. Januar 1973, wurde Neckarsulm zur Großen Kreisstadt erhoben. Zuvor waren die Ortschaften Dahenfeld und Obereisesheim eingemeindet worden. Ein kurzer Film nahm die Konzertbesucherinnen und -besucher mit auf eine Zeitreise durch 50 Jahre Stadtgeschichte. Dabei wurde die Erfolgsgeschichte der Stadt anschaulich und eindrucksvoll vermittelt. Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Große Kreisstadt“ lädt die Stadt zu einem Tag der offenen Tür am 13. Mai im Rathaus ein. „In diesem Rahmen können Sie sich über die Vielfalt und Kompetenz der Stadtverwaltung informieren“, betonte Steffen Hertwig.

Einen weiteren runden Geburtstag feiern die Stadt und Audi mit dem Jubiläum „150 Jahre NSU“. Unter dem Motto „Innovation – Wagemut – Transformation“ ist eine Kooperationsausstellung des Deutschen Zweirad- und NSU-Museums und der AUDI AG geplant.
 

Ideenwerkstatt für AQUAtoll-Gelände startet im April

Auch in kommunalpolitischer Hinsicht kündigte der Oberbürgermeister spannende Projekte an. Voraussichtlich im April startet die Ideenwerkstatt, um Lösungen zu finden, wie das Gebäude beziehungsweise Gelände des AQUAtoll-Erlebnisbades weiter genutzt werden könnte. Hierzu rief Steffen Hertwig alle Neckarsulmerinnen und Neckarsulmer zur Mitarbeit auf.

Im Bereich Bildung und Betreuung setzt die Stadt die Generalsanierung der Hermann-Greiner-Realschule fort. Die Rohbauarbeiten für die Franz-Binder-Verbundschule werden voraussichtlich im Frühjahr abgeschlossen. Dann beginnt der Innenausbau.

Zusätzliche Betreuungsplätze entstehen mit dem Neubau des Montessori-Kinderhauses auf dem Grundstück Friedenstraße/Mozartstraße. Die zweigruppige Einrichtung kann voraussichtlich im September in Betrieb gehen. Zudem entscheidet der Gemeinderat demnächst über den Neubau der Kita im Hägelich.

Wie überall in Deutschland macht sich auch in Neckarsulm der Fachkräftemangel im Bereich der Kinderbetreuung bemerkbar. „Wir werden unsere Aktivitäten zur Personalgewinnung und -erhaltung weiter intensivieren müssen, um die Betreuungssicherheit zu gewährleisten“, erklärte Steffen Hertwig. Der Oberbürgermeister bat um Verständnis, dass bis dahin bestimmte Engpässe bei der Kinderbetreuung nicht ausgeschlossen werden könnten.
 

Im Bereich der Digitalisierung will die Stadt die digitalen Serviceangebote der Verwaltung weiter ausbauen. Der Glasfaserausbau durch die Deutsche Giganetz GmbH soll bis Anfang 2024 abgeschlossen sein. „Damit wird ein wichtiger Grundstein für eine flächendeckende Digitalisierung im Stadtgebiet gelegt“, versicherte Steffen Hertwig.

Klimaanpassungskonzept soll Folgen des Klimawandels abmildern 

Im Rahmen des kommunalen Klimaschutzkonzeptes verfolgt die Stadt weiter das Ziel, die Stadtverwaltung mit allen Einrichtungen bis 2035 klimaneutral zu gestalten. Darüber hinaus erarbeitet die Stadt konkrete Maßnahmen, um die heißesten Stellen in der Stadt im Zuge des Klimaanpassungskonzeptes abzumildern. „Denkbar sind zum Beispiel mehr Verschattungen oder Wasser- beziehungsweise Grünflächen im Stadtgebiet“, erläuterte Steffen Hertwig.

Die vielseitigen Aspekte des Klimaschutzes sind auch Thema bei der ersten Neckarsulmer Klimawoche vom 19. bis 25. März. Dabei geht es um die Themenbereiche Wald, Gebäude und Energie, Konsum, Umwelt und Landschaft, Ernährung und Mobilität. OB Steffen Hertwig lud alle Einwohnerinnen und Einwohner zum Mitmachen ein: „Alle Generationen haben die Möglichkeit, sich im Rahmen von Veranstaltungen, Vorträgen und Workshops zu informieren und sich zu beteiligen.“

Im Bereich der Mobilität arbeitet die Stadtverwaltung daran, das Radwegenetz weiter auszubauen und den ÖPNV attraktiver zu machen. „Oberstes Ziel ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und den Anteil des Fuß- und Radverkehrs sowie des ÖPNV im Verkehrsmix zu erhöhen“, bekräftigte der Oberbürgermeister.

Gemeinderat entscheidet über Sanierungskonzept für die Ballei 

Schließlich muss sich die Stadt in diesem Jahr auch mit der Ballei beschäftigen. Der Hallenboden in der Sporthalle ist frisch saniert und wurde erstmals für eine Großveranstaltung genutzt. Das städtische Gemeinschaftszentrum für Sport, Kultur und Freizeit ist aber grundlegend sanierungsbedürftig. Wie Steffen Hertwig erläuterte, erarbeitet die Verwaltung derzeit ein Konzept mit Sanierungsoptionen. Über das weitere Vorgehen entscheidet der Gemeinderat im Laufe des Jahres.             

Umrahmt wurde die Neujahrsansprache von den Darbietungen des Jugend-Sinfonieorchesters. Auf dem Programm standen das Stück „Auf einem persischen Markt“ von Albert Ketèlbey, die Romanze in F-Dur von Max Bruch mit Nicolette Franke an der Solo-Viola und der berühmte „Imperialmarsch“ aus dem Kinofilm „Star Wars“.

Zudem erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer eine Live-Premiere. Zusammen mit dem Musical-Ensemble des Vereins „Kreatief im Unterland e.V.“ und dem A-Cappella-Chor „Beauties and the Beats“ unter der Leitung von Martin Renner hatte das Jugend-Sinfonieorchester im Jubiläumsjahr 2021 einen Projektchor gegründet. Anlässlich des Stadtjubiläums vertonten Orchester und Chor das bekannte Volkslied „Im schönsten Wiesengrunde“ neu. Die Neuinterpretation war wegen Corona bislang nur als Musikvideo zu sehen und wurde jetzt erstmals live vorgetragen.

Zum ersten Mal live mit Orchester zu hören war auch das Lied „Ab und zu ein paar Geigen“ aus dem Kreatief-Musical „Tierisch gut drauf“, das wegen Corona im Jahr 2020 ebenfalls ausfallen musste. Im Juni und Juli 2023 präsentiert das Kreatief sein neues Musical „Darf ich bitten“ am Schützenhaus in Neckarsulm.  

Orchester und Chor harmonierten perfekt miteinander und erhielten langen und kräftigen Applaus. Den traditionellen Höhepunkt des Konzerts bildete der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß. Nach zwei Zugaben, dem Walzer „Leichtes Blut“ von Johann Strauß und dem Radetzkymarsch, hielt es das begeisterte Publikum nicht mehr auf den Stühlen. Beim anschließenden Sektempfang im Foyer konnten die Besucherinnen und Besucher dann gemeinsam auf das neue Jahr 2023 anstoßen. (snp)