Innovative Mobilitätslösung steht kostenfrei zum Download bereit

Die Projektverantwortlichen und der OB präsentieren Werbematerialien vor dem Zweiradmuseum.
Klimaschutzmanagerin Carina Puff, OB Steffen Hertwig und der Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Neckarsulm, Julian Dierstein (v. li.), geben die digitale Stadtkarte „smap“ („smart mobility map“) zum kostenlosen Download frei.     

Einwohner, Pendler und Besucher in Neckarsulm können jetzt das gesamte Mobilitätsangebot in der Stadt und Umgebung in einer App abrufen. Als digitale Stadtkarte bündelt die „smart mobility map“, kurz „smap“ alle Mobilitätsdaten auf einer digitalen Plattform. Die „smap“ steht von Freitag, 23. September, an in allen App- beziehungsweise Playstores für mobile Endgeräte kostenlos zum Download bereit. Als Web-Version ist sie auch auf der städtischen Homepage unter www.neckarsulm.de verfügbar. Beim offiziellen Start im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum stellten Oberbürgermeister Steffen Hertwig und die städtische Klimaschutzmanagerin Carina Puff die „smap“ öffentlich vor.

Im Rahmen des Projekts „MobiWert“ sammelt die Stadt dynamische Mobilitätsdaten, um sie der Öffentlichkeit in Form einer digitalen Stadtkarte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Für dieses Mobilitätsprojekt wurde die Stadt als eine von fünf Kommunen in Baden-Württemberg vom Innenministerium des Landes im Rahmen des Förderprogramms InKoMo 4.0 ausgezeichnet. Mit dem Programm „Innovationspartnerschaften zwischen Kommunen und der Mobilitätswirtschaft 4.0“ fördert das Land die Entwicklung und Erprobung von neuen digitalen Mobilitätsdiensten. Ziel ist es, bereits erprobte digitale Mobilitätslösungen zur verbessern und auf weitere Regionen zu übertragen. Für ihr Modellprojekt erhält die Stadt Neckarsulm eine Förderung von rund 355.000 Euro. Diese Summe deckt 50 Prozent der Projektkosten.

Verkehrsmittel intelligent vernetzen und Verkehre effektiv steuern

„Die Stadt Neckarsulm gehört zu den besonders verkehrsbelasteten Wirtschaftsräumen in Baden-Württemberg“, erläuterte Oberbürgermeister Steffen Hertwig. „Im Rahmen des Mobilitätspaktes für den Wirtschaftsraum Heilbronn-Neckarsulm suchen wir gemeinsam mit unseren Partnern nach innovativen, vernetzten Lösungen, um die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen. Mit der smap leisten wir einen Beitrag, die Verkehrsmittel intelligent zu vernetzen und Verkehre effizient zu steuern. Dies trägt dazu bei, das Verkehrsaufkommen und damit die CO2-Emissionen zu reduzieren.“

Die digitale Stadtkarte ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzer eine Vielzahl von Anwendungen. Digital abrufbar sind Mobilitätsdaten und -angebote wie zum Beispiel Fahrrad-Abstellmöglichkeiten und Parkplätze, die Fahrdaten des ÖPNV teilweise in Echtzeit, Carsharing-Angebote, Radwege, Standorte von E-Scootern des Anbieters Tier, Standorte von E-Ladesäulen, Packet- und Versandstationen,  Standorte und Öffnungszeiten von öffentlichen Einrichtungen, Freizeitangebote wie zum Beispiel Spiel- und Bolzplätze oder Einkaufsmöglichkeiten.

Informations- und Routingfunktion

Die Informationen werden durch eine multimodale Routing-Funktion ergänzt. Die „smap“ zeigt Wege zu ausgewählten Zielen an und schlägt mögliche Verkehrsarten vor, um ans Ziel zu gelangen. Dabei werden alternative Mobilitätsformen vorrangig angezeigt. Nutzer können sich sogar den CO2-Verbrauch für das jeweils gewählte Verkehrsmittel ausrechnen lassen. Ermöglicht wird dies durch die technische Plattform, welche die raumobil GmbH als Projektpartner für die „smap“ zur Verfügung stellt.  

„Die gesammelten Erkenntnisse aus dem Projekt werden in einem Handlungsleitfaden zusammengefasst und weiteren Kommunen zur Verfügung gestellt“, kündigte Klimaschutzmanagerin Carina Puff an. „Die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten kann so auch von anderen Kommunen übernommen werden.“

Die „smart mobility map“ soll schrittweise weiterentwickelt und optimiert werden. Hier bittet die Stadt Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe. Sie sind aufgerufen, die Inhalte und Funktionen der App zu testen und Feedback zu geben. Dazu können Nutzer einen Fragebogen auf der städtischen Homepage ausfüllen und digital absenden. Rücksendeschluss ist der 30. November. Auf der Homepage finden Interessierte außerdem eine Liste mit häufig gestellten Fragen. Die ausgewerteten Rückmeldungen werden in einem Bürger-Workshop im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgestellt und diskutiert. Auf dieser Grundlage wird die nächste Weiterentwicklung der „smap“ vorbereitet. (snp)

Weitere Informationen zur smap

(Erstellt am 23. September 2022)