Bernd Friedel tritt als Journal-Redakteur endgültig in den Ruhestand

Der frühere Amtsleiter Bernd Friedel (Mitte) wurde jetzt auch als Journal-Redakteur verabschiedet. OB Steffen Hertwig (li.) und Hauptamtsleiter Andreas Eschbach wünschten alles Gute für den Ruhestand.

OB Hertwig dankt früherem Kulturamtsleiter für geleistete Pionierarbeit

Der Abschied vom Neckarsulm Journal als städtisches Monatsheft im Magazinformat markiert einen historischen Einschnitt – auch für dessen Gründervater: Der verantwortliche Redakteur und langjährige städtische Amtsleiter Bernd Friedel nahm die Neustrukturierung des Journals jetzt zum Anlass, endgültig aus dem aktiven Dienst auszuscheiden. Oberbürgermeister Steffen Hertwig verabschiedete den früheren Leiter des Schul-, Kultur- und Sportamtes in den Ruhestand und dankte ihm für die als Redakteur und Amtsleiter geleistete Pionierarbeit. „Sie werden uns im Rathaus definitiv fehlen.“

Bernd Friedel kann auf insgesamt 52 Berufsjahre zurückblicken: Nach einer Kaufmannsausbildung diente er zwölf Jahre lang als Berufssoldat bei der Bundeswehr, bevor er die Verwaltungslaufbahn im gehobenen Dienst einschlug. Eine erste führende Position übernahm er als Leiter des Referats Schulen, Kultur und Sport bei der Stadt Crailsheim. 1985 wechselte Bernd Friedel als Leiter der Abteilung Ballei und Kultur zur Stadt Neckarsulm. Am 1. August 1987 wurde er Leiter des damals neu geschaffenen Schul-, Kultur- und Sportamtes. In dieser Funktion schuf Bernd Friedel die Grundlagen für viele Angebote, die seitdem weiter ausgebaut wurden und das städtische Dienstleistungsspektrum bis heute prägen. Dazu gehörten die Schulsozialarbeit, die Kernzeitenbetreuung an den Grundschulen und die Ganztagsbetreuung im Schulbereich, eine erfolgreiche Kleinkunstreihe und das städtische Kinderferienprogramm. Bernd Friedel legte auch den Grundstein für das Marktstraßenfest und den Weihnachtsmarkt – Veranstaltungen, die aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken sind. Mit seiner Kontaktpflege zu den Vereinigungen der Mitbürger mit Migrationshintergrund und dem alljährlichen „Tag des ausländischen Mitbürgers“ leistete Bernd Friedel wegweisende Grundlagenarbeit im Bereich der Integration.

Im Mittelpunkt seines umfangreichen und ständig wachsenden Aufgabenvolumens stand die Verwaltung der städtischen Schulen und Kultureinrichtungen. Trotz dieser ohnehin schon hohen Arbeitsbelastung widmete sich Bernd Friedel mit besonderer Leidenschaft einer weiteren Neugründung, auf die er immer besonders stolz war: Zum Ganzhornfest 1986 erschien das „Neckarsulm Journal“ zum ersten Mal. Die Doppelausgabe Juli/August 2018 war die letzte im klassischen Magazinformat.

Bernd Friedel formte Journal zu beliebter Lektüre und fester Institution    
„Unter Ihrer Verantwortung entwickelte sich das Journal Monat für Monat zu einer beliebten Lektüre und einer festen Institution für die Einwohner“, erklärte Steffen Hertwig. „Sie haben das Journal mit großer Leidenschaft und fachlichem Können geprägt: von der ersten bis zur letzten Ausgabe. Ihre schwungvollen Texte haben in besonderem Maße zur Beliebtheit des Journals beigetragen“, unterstrich der OB.   

Obwohl die Herausgabe und Redaktion nicht zu seinem eigentlichen Aufgabenbereich zählte, betrachtete Bernd Friedel sein Journal stets als Herzensangelegenheit – eine Leidenschaft, die in seinen persönlichen Beiträgen spürbar zum Ausdruck kam. Selbst der Name, der jetzt auch im neuen Format beibehalten wird, war seine Erfindung. So war es nicht verwunderlich, dass Bernd Friedel die Redakteursarbeit fortsetzte, nachdem er im Dezember 2004 als Amtsleiter in den Ruhestand verabschiedet wurde. Im Jahr 2006 feierte er sein 25. Dienstjubiläum. Jetzt hat sich der gebürtige Pfälzer vollends aus dem Arbeitsleben zurückgezogen. Ehrenamtlich bleibt Bernd Friedel weiter aktiv, und zwar als Vorsitzender der Jahrgangsvereinigung 1944/45 und als Mitglied der Kunstfreunde Neckarsulm e.V.    

„Sie sind im Herzen ein Neckarsulmer geworden“, bestätigte der Leiter des Haupt- und Personalamtes, Andreas Eschbach. „Sie haben Ihre Fußstapfen hinterlassen und die Stadt Neckarsulm mit geprägt.“ Mit seiner positiven Art und seiner menschlichen Ausstrahlung sei Bernd Friedel im Rathaus ein „sehr beliebter Kollege“ gewesen.

Der Geehrte bedankte sich für die vielen guten Wünsche zum Ruhestand und versicherte auf gewohnt jovial-pfälzische Art: „Ich habe gern gearbeitet. Es waren schöne Jahre im Rathaus – Ajo!“. (snp)

Vom Montag, 10. September 2018
Kategorie: Rathaus

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