Zentraler Straßenzug wird mitsamt Gehwegen neu aufgebaut

Die Stuttgarter Straße in Neckarsulm wird im zentralen Abschnitt zwischen der Neubergstraße und der Leipziger Straße von Grund auf saniert. Der Gemeinderat beschloss den Vollausbau der Stuttgarter Straße in diesem Abschnitt und bewilligte hierfür Gesamtbaukosten von 2,065 Millionen Euro. Die Gehwege werden mit saniert. Im Zuge des Vollausbaus werden auch die vier Bushaltestellen im Sanierungsabschnitt barrierefrei ausgebaut. Schließlich nutzt das Tiefbauamt der Stadt Neckarsulm die Sanierungsarbeiten, um schadhafte Stellen am Kanal punktuell in offener Bauweise zu beheben.

Mit den Ingenieurleistungen für die Verkehrsanlagen und die Ingenieurbauwerke sowie mit der örtlichen Bauüberwachung beauftragten die Stadträte das Ingenieurbüro Willaredt GmbH aus Sinsheim zum Angebotspreis von 93.593 Euro. Von den Baukosten entfallen 1,65 Millionen Euro auf den Straßenbau. Die Bauarbeiten sollen im August 2022 beginnen und voraussichtlich bis zum Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Die Straße wird in mehreren Bauabschnitten saniert. Die Stadt wird die Anwohner rechtzeitig über den genauen Bauablauf und die jeweilige Erreichbarkeit der Grundstücke informieren.

Im Zuge des Vollausbaus wird die Straße von Grund auf neu aufgebaut. So wird auch der Straßenbelag erneuert, der durch Setzungen, Risse und Spurrinnen beschädigt ist. Die Maßnahme konzentriert sich auf die Straßensanierung. Daher ist der Stuttgarter Platz nicht Bestandteil des Vollausbaus. Die Sanierung des Platzes beziehungswiese dessen Neugestaltung ist eine sehr umfangreiche Aufgabe, für die derzeit keine finanziellen Mittel und auch keine Personalkapazitäten im Tiefbauamt zur Verfügung stehen.

Verbesserte Straßenentwässerung lässt Niederschlagswasser schneller abfließen

Die Straßenentwässerung wird mit erneuert und wesentlich verbessert. Damit das Niederschlagswasser gezielter und schneller in die Straßeneinläufe fließen kann, werden Rinnensteine entlang der Fahrbahnränder eingebaut und die Abstände zwischen den Einläufen verringert. Neben der Funktion zur Entwässerung setzen die Rinnensteine auch optische Akzente.

Die Gehwege werden im gesamten Sanierungsabschnitt auf beiden Seiten neu aufgebaut und mit wasserdurchlässigem Pflaster befestigt. Dieses dient zum einen als weiteres Gestaltungselement und lässt zum anderen einen Teil des darauf anfallenden Niederschlagswassers versickern. Die PKW-Parkplätze im öffentlichen Straßenraum und der Parkplatz an der Ecke Stuttgarter Straße/Berliner Straße vor der Kita Philip Wesp werden im Zuge der Maßnahme entsiegelt.

Auf diesem Parkplatz ist auch eine öffentliche Schnellladesäule für Elektrofahrzeuge geplant. Eine weitere Ladesäule soll auf dem Stuttgarter Platz hergestellt werden. Hierzu finden gerade Abstimmungen statt. Um die Inbetriebnahme solcher Ladesäulen durch die Netze BW zu ermöglichen, werden im Zuge der Tiefbauarbeiten Leerrohre für Stromkabel mit verlegt. Die Ladesäulen werden von der Netze BW betrieben. Finanziert werden diese von den Stadtwerken. Diese Mittel müssen über den Vermögensplan 2022 der Stadtwerke überplanmäßig finanziert werden.

Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut

Der barrierefreie Umbau der vier Bushaltestellen markiert den Auftakt einer Ausbauinitiative, die vom Land Baden-Württemberg mit einem ÖPNV-Förderprogramm im Rahmen des Landesverkehrs-Finanzierungsgesetzes unterstützt wird. Die Stadt Neckarsulm wurde in das Förderprogramm aufgenommen, so dass in diesem Jahr insgesamt 14 Bushaltepunkte im Stadtgebiet barrierefrei umgebaut werden können. 75 Prozent der förderfähigen Umbaukosten werden vom Land finanziert.

Zunächst werden die Bushaltestellen „Berliner Straße“ bei der St.-Johannes-Kirche und „Danziger Straße“ jeweils beidseitig umgebaut. Die Haltestellen werden mit erhöhten Busbordsteinen versehen, die das barrierefreie Ein- und Aussteigen ermöglichen. Neu eingebaut werden zudem tastbare Bodenrillen und Noppenelemente. Mit Hilfe dieser Bodenleitsysteme können sich blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen mit dem Blinden- oder Pendelstock orientieren und sich so im Bereich der Haltestellen selbständig bewegen. Mit dem gleichen richtlinienkonformen Standard werden auch die verbleibenden zehn Bushaltestellen im Rahmen des ÖPNV-Förderprogramms barrierefrei ausgebaut.