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Mediathek Neckarsulm führt mit geänderter Benutzungsordnung neue Serviceangebote ein

Donnerstag, 11. Januar 2018

Beiträge und Gebühren werden zum 1. April turnusgemäß erhöht

Die Mediathek Neckarsulm erhöht ihre Beiträge und Gebühren zum 1. April 2018 und führt gleichzeitig attraktive neue Serviceangebote ein. Der Gemeinderat stimmte der geänderten Benutzungs- und Entgeltordnung zu und begrüßte die damit eingeführten neuen Zusatzleistungen. Die Jahresgebühr für die Ausstellung eines Leseausweises wird um zwei auf 18 Euro erhöht. Das Entgelt für drei Monate beträgt künftig sechs Euro, einen Euro mehr als bislang. Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr können das Angebot der Mediathek weiterhin kostenlos nutzen. Die Jahresgebühr ist die wichtigste Einnahmequelle der Mediathek und wird etwa alle zwei bis drei Jahre angepasst. Zuletzt wurden die Gebühren im Jahr 2015 erhöht.

Bereits seit dem 1. Januar gilt die höhere Gebühr für die „Bibliocard“. Mit diesem Verbundausweis können Inhaber auf das Medienangebot von zwölf Bibliotheken in der Region Heilbronn-Franken zugreifen. Der Jahresbeitrag wurde von 22 auf 25 Euro erhöht.

Weiterhin angeboten wird die Partnerkarte. Für 22 Euro (bislang 20 Euro) können (Ehe-)Paare, die im selben Haushalt leben, die Mediathek gemeinsam nutzen. Dabei bekommt jeder Partner einen eigenen Leseausweis.       

Neu im Angebot der Mediathek ist die Tandem-Karte. Nach dem Motto „Kunden werben Kunden“ zahlt ein Erwachsener für einen Jahresausweis nur 12,50 Euro, wenn er sich gemeinsam mit einem Neukunden für zwölf Monate anmeldet. Der Neukunde zahlt ebenfalls den vergünstigten Gebührensatz. Die Tandem-Karte kann von Nutzern beantragt werden, die bereits Kunden der Mediathek sind und ihren Leseausweis verlängern möchten oder von zwei Neukunden, wenn diese sich gemeinsam anmelden. Auch die Tandem-Karte ist ein Jahr lang gültig und kann verlängert werden. Um weiterhin die reduzierte Gebühr in Anspruch zu nehmen, muss der Inhaber allerdings eine neue Begleitperson als Leser werben, die noch nicht Mitglied der Mediathek ist. „Wir hoffen, mit diesem Angebot neue Kunden zu gewinnen“, erläuterte die Leiterin der Mediathek, Dorothee Wiegand.

Bestseller sind dank „TOP-Service“ schneller verfügbar   
Wer gerne aktuelle Bestseller sofort lesen möchte, kann künftig den „TOP-Service“ nutzen. Damit die Top-Titel der Bestsellerlisten schneller verfügbar sind, stellt die Mediathek zusätzliche Exemplare in einem Sonderbereich zur Verfügung. Im Unterschied zum Regelexemplar können diese Bücher nicht vorbestellt werden. So können die Kunden neueste Topseller aus einer aktuellen Auswahl aussuchen und sofort entleihen. Für diesen Service erhebt die Mediathek eine Leihgebühr von 2,50 Euro pro Titel. Diese Einnahmen werden verwendet, um neue Bestseller zu erwerben. „So stellen wir sicher, dass immer Spitzenreiter aus der Bestsellerliste vorhanden sind“, versicherte Dorothee Wiegand.          

Ebenfalls neu angeboten wird die PC-Karte. Sie kostet sechs Euro und berechtigt den Inhaber, die öffentliche IT-Infrastruktur der Mediathek ein Jahr lang kostenlos zu nutzen. Internet und PC-Arbeitsplätze stehen auch allen nicht angemeldeten Besuchern weiterhin zur Verfügung, allerdings nicht kostenlos. Nicht angemeldete Nutzer zahlen eine Gebühr von 1,50 Euro pro angefangene halbe Stunde. Die Ausleihe ist mit der PC-Karte nicht möglich. Die Karte kann jedoch jederzeit zu einem Leseausweis aufgewertet werden. Die entrichtete Kartengebühr wird dann auf die Jahresgebühr angerechnet. „Mit der PC-Karte wollen wir Kunden gewinnen, die die Mediathek regelmäßig besuchen, um dort die Internet- und PC-Arbeitsplätze zu nutzen“, erklärte Dorothee Wiegand. „Ein Upgrade zum Leseausweis lohnt sich.“ Denn mit einem gültigen Leseausweis ist die PC-Nutzung künftig kostenfrei. Auch diese Neuregelung tritt am 1. April in Kraft.

Schnelle Rückgabe von Medien zahlt sich aus   
Darüber hinaus werden auch die Versäumnisentgelte neu geregelt. Um einen Anreiz zu schaffen, die Medien pünktlich zurückzugeben, wird die Mahngebühr nicht mehr wöchentlich erhoben, sondern tagesgenau abgerechnet. Statt wie bislang einen Euro pro Woche und Medium zahlen Erwachsene für verspätet abgegebene Medien künftig 20 Cent pro Tag (Kinder: zehn Cent). Die bisher übliche Kulanzwoche entfällt. Wer die entliehenen Medien schnell wieder abgibt, spart sich auch die Erinnerungsgebühr. Sie wird vom 1. April an neu erhoben und beträgt einen Euro für die erste Erinnerung. Für die zweite und dritte erhöht sich die Gebühr um jeweils einen weiteren Euro. Diese Einnahmen dienen dazu, die entstehenden Porto- und Verwaltungskosten zu decken.

Zu dem gleichen Zweck erhebt die Mediathek für Buchbestellungen aus wissenschaftlichen Bibliotheken künftig eine Gebühr von zwei Euro pro Bestellung. Diese Kosten wurden bisher von der Mediathek übernommen. Das Service-Entgelt für Vorbestellungen aus dem Bestand der Mediathek wird um 50 Cent auf einen Euro erhöht.

„Mit den turnusmäßigen Gebührenerhöhungen setzt die Stadt den Weg in Richtung Normalität fort“, kommentierte Oberbürgermeister Steffen Hertwig. „Dass die Stadt ihre Einnahmen steigert, um mit der Kostentwicklung Schritt zu halten, ist ein ganz normaler Prozess. Für die Jahresgebühr erhalten die Nutzer der Mediathek eine hochwertige Gegenleistung und attraktive neue Zusatzangebote.“ (snp)   
       


Kategorie: Rathaus, Gemeinderat