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Grundstein für zeitgemäße Formen von Pflege, Betreuung und Wohnen im Alter gelegt

Dienstag, 10. Oktober 2017

Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz bereichert soziale Infrastruktur in Neckarsulm

Mit der Grundsteinlegung fiel der offizielle Startschuss für den Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz: (v. li.) Architekt Ingo Vogt, Diplom-Ingenieur Eckhart Rist, Bereichsleiter und Prokurist der Ed. Züblin AG, Geschäftsführer Norbert Tobisch, Vorstand Andreas Kuhn, Hausleiter Karl-Heinz Peterka, OB Steffen Hertwig und Vize-Hausleiter Mario Ehmann.

Im Rahmen der Zeremonie wurde die Grundsteinrolle mit Zeitungen, Redetexten, Broschüren und Münzen gefüllt.

Am nördlichen Rand  des Stadtparks unterhalb der Spitalstraße wurde jetzt der Grundstein gelegt, um „gut alt zu werden in Neckarsulm“. Unter dieses Motto stellte der Vorstand der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, Andreas Kuhn, den Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz. Mit der Grundsteinlegung fiel der offizielle Startschuss für das Mammutprojekt, das die soziale Infrastruktur der Stadt im Bereich des sozialen Wohnens bereichert und auch städtebaulich neue Akzente setzt.

Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 40 Millionen Euro wird das Pflegeheim in Verbindung mit angeschlossenen betreuten Seniorenwohnungen und barrierefreien Stadtwohnungen neu gebaut. Der bestehende Altbau wird komplett abgebrochen und durch insgesamt sieben Einzelgebäude ersetzt. Alle Neubauten sollen bis Juni 2022 fertiggestellt sein. Auch das neue Seniorenzentrum wird von der Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, der größten Altenhilfeträgerin in Württemberg, betrieben. Bauträger, Investor und Eigentümer ist die Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau aus Stuttgart. Sämtliche Gebäude werden nach Plänen des Architekturbüros vogt.heller architekten GmbH, Neckarsulm errichtet. Die Stadt unterstützt und begleitet das Bauvorhaben. Mit einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan hat die Verwaltung das erforderliche Baurecht geschaffen. Zudem wird der Stadtpark im Zuge des Neubaus erweitert und neu gestaltet. Der Bau der zentralen Erschließungsstraße, die von der Spitalstraße abzweigt, ist bereits abgeschlossen.

Das Bauprojekt wurde erstmals 2014 im Gemeinderat öffentlich vorgestellt und von Politik und Verwaltung einhellig befürwortet. „Mit dem richtigen Gespür für Prioritäten“ habe es die Stadt ermöglicht, dass dieses Bauvorhaben mit der Grundsteinlegung für alle sichtbar auf den Weg gebracht werde, erklärte Vorstand Andreas Kuhn. Ein Projekt dieser Größe sei auch für die Keppler-Stiftung „eher die Ausnahme“. Das neue Seniorenzentrum schaffe eine „wohnortnahe, gemeinwohlorientierte und durchlässige Wohnstruktur“ und stelle die Weichen, um die bestehenden Angebote „zeitgemäß, baulich und konzeptionell neu zu gestalten und zu entwickeln“, unterstrich Andreas Kuhn. „Ältere Menschen sollen einen Lebensraum vorfinden, der ihren Bedürfnissen entspricht und wo sie nicht ausgegrenzt werden.“     

Neues Pflegeheim voraussichtlich bis September 2019 bezugsfertig    
Als Ersatz für das bestehende Pflegeheim entsteht im ersten Bauabschnitt eine neue stationäre Pflegeinrichtung mit 90 Plätzen in sechs Wohngruppen sowie einer Tagespflege mit 15 Plätzen im Erdgeschoss. Schwerstpflegebedürftige Menschen erhalten in den Wohngruppen ebenso Pflege und Betreuung wie Menschen mit unterschiedlich hohen Demenzgraden. Eine Begegnungsstätte rundet das Angebot ab. Im Erdgeschoss wird die Katholische Sozialstation St. Vinzenz untergebracht. Das neue Pflegeheim soll bis September 2019 bezugsfertig hergestellt sein. Dann wird der Altbau abgebrochen, um Platz für die weitere Neubebauung zu schaffen. Der zweite Bauabschnitt umfasst 28 betreute Seniorenwohnungen und 44 barrierefreie Stadtwohnungen für alle Generationen in vier frei stehenden Einzelgebäuden.

OB Hertwig: „Neubau ist wegweisendes Modellprojekt“  
„Mit dieser Angebotsdifferenzierung stellt der Neubau ein wegweisendes Modellprojekt dar“, urteilte Oberbürgermeister Steffen Hertwig. Insofern bilde es einen wichtigen Baustein im jüngst beschlossenen Konzept „Seniorenfreundliche Stadt Neckarsulm“. Auch in städtebaulicher Hinsicht eröffne das Mammutprojekt eine große Chance im Herzen der Kernstadt. „Die Maßnahme wird das Gesicht des Stadtparks verändern und ganz neue Sichtbeziehungen ermöglichen“, versicherte der OB. Er dankte den verantwortlichen Projektträgern für die partnerschaftliche Umsetzung und Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel für die „hervorragende Arbeit“.

Im Namen des Siedlungswerkes dankte Geschäftsführer Norbert Tobisch der Stadt für die konstruktive Zusammenarbeit und die aktive Mitgestaltung des „sehr stadtbildprägenden Baus“. Mit der Investition in ein Pflegeheim betrete das Siedlungswerk als sozial engagiertes und ausgerichtetes Bauunternehmen Neuland. „Wir schreiben hier in gewisser Weise auch Geschichte.“

Die Grundsteinlegung unterstrich den historischen Charakter der öffentlichen Zeremonie, die viele Bewohner des bestehenden Seniorenzentrums interessiert verfolgten. Die Grundsteinrolle wurde mit aktuellen Zeitungen, Geschäftsberichten, Broschüren, den Redebeiträgen des Tages und Münzen gefüllt und anschließend in den Grundsteinsockel eingemauert. Der Posaunenchor Neckarsulm umrahmte die Veranstaltung musikalisch. Dekan Siegbert Denk und Pfarrer Walter Keppler eröffneten die Zeremonie mit einer ökumenischen Andacht. „Der Grundstein steht für das gute gelingende Zusammenleben, das hier gelebt und praktiziert wird im Geiste der Nächstenliebe“, sagte Pfarrer Keppler. (snp)    

Kategorie: Rathaus