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Pädagogische Grundlagen

Der Orientierungsplan
Der baden-württembergische Orientierungsplan für Bildung und Erziehung ist die Grundlage für die pädagogische Arbeit in allen Kindertageseinrichtungen in Neckarsulm.

Er basiert auf folgendem Verständnis von Bildung und Erziehung:

Bildung
„Bildung meint die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse zur Weltaneignung von Geburt an. Bildung ist mehr als angehäuftes Wissen, über das ein Kind verfügen muss. Kinder erschaffen sich ihr Wissen über die Welt und sich selbst durch ihre eigenen Handlungen. Kindliche Bildungsprozesse setzen verlässliche Beziehungen und Bindungen zu Erwachsenen voraus. Bildung ist ein Geschehen sozialer Interaktion.“ (Orientierungsplan für Bildung und Erziehung, 2006, S. 19)

Erziehung
„Erziehung meint die Unterstützung und Begleitung, Anregung und Herausforderung der Bildungsprozesse, z. B. durch Eltern und pädagogische Fachkräfte. Sei geschieht auf indirekte Weise durch das Vorbild der Erwachsenen und durch die Gestaltung von sozialen Beziehungen, Situationen und Räumen. Auf indirekte Weise geschieht sei beispielsweise durch Vormachen und Anhalten zum Üben, durch Wissensvermittlung sowie durch Vereinbarung und Kontrolle von Verhaltensregeln.“ (Orientierungsplan für Bildung und Erziehung, 2006, S. 19)

Bildungs- und Entwicklungsfelder
Der Orientierungsplan benennt sechs verschiedene Bildungs- und Entwicklungsfelder

  • Körper
  • Sinn
  • Sprache
  • Denken
  • Gefühl und Mitgefühl
  • Sinn, Werte und Religion

Er „betont die Kinderperspektive und geht deshalb von der Motivation der Kinder aus. ‚Was will das Kind?’, ‚Was braucht das Kind?’ sind dabei die leitenden Fragen.

(Orientierungsplan für Bildung und Erziehung, 2006, S. 65)

Weiterhin gibt der Orientierungsplan bestimmte Mindeststandards vor, die die Erzieherinnen in der Umsetzung ihrer pädagogischen Arbeit berücksichtigen:

  • Systematische Beobachtung des einzelnen Kindes
  • Fundierte schriftliche Dokumentation
  • Bildungs-  - und Erziehungspartnerschaft mit Eltern 8z. B. mindestens ein strukturiertes Entwicklungsgespräch jährlich)
  • Kooperation mit der Grundschule
  • Kooperation im Gemeinwesen
  • Kooperation mit Fachkräften bei Kinder mit besonderem Förderbedarf

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